Am vergangenen Samstag unterstützten die Flughelfer des Waldbrandstützpunktes St. Agatha die Übung der Waldbrandbereitschaft des Bezirks Braunau. In einem weitläufigen Schotterabbaugebiet in Ranshofen stand dafür den gesamten Vormittag ein Hubschrauber der Flugpolizei zur Verfügung. Insgesamt waren 53 Einsatzkräfte beteiligt: 41 Teilnehmer aus 16 Feuerwehren, sechs Mitglieder des Waldbrand-Kommandos und sechs Flughelfer.
Die Teilnehmer durchliefen in drei Gruppen drei Stationen, an denen jeweils ein Flughelfer die Ausbildung übernahm. Am Absprungplatz ging es um die Anforderungen an einen Landeplatz, das oberösterreichische Farb-Markiersystem sowie die Spezialausrüstung wie Löschwasser-Transportbehälter, Stilwell Flyer und Fluggeschirr. An der Station „Tal“ wurde das rasche Befüllen des Behälters unter dem Hubschrauber geübt, an der Station „Berg“ das Annehmen, Aufsetzen und Entleeren im Gelände. Jeder Teilnehmer befüllte den Behälter mindestens einmal selbst und nahm ihn mindestens einmal selbst an. Zusätzlich wurden Abwürfe direkt ins Gelände sowie der Gerätetransport zwischen den Stationen beübt. Vor dem Eintreffen des Hubschraubers führten die Flughelfer eine Sicherheitsunterweisung durch, anschließend folgte das Briefing mit dem Piloten. Während der Übung übernahmen sie zudem die fliegerische Einsatzleitung.
Der Waldbrandstützpunkt St. Agatha stellte für die Übung Spezialausrüstung sowie Flughelfer zur Verfügung, die eigens für die Zusammenarbeit mit dem Hubschrauber ausgebildet sind. Lärm, Down-Wash und die besonderen Sicherheitsanforderungen im Nahbereich eines Luftfahrzeugs lassen sich nur in der Praxis wirklich vermitteln.
Übungen wie diese sind für Stützpunkte sehr wichtig: Durch regelmäßiges Üben, Trainieren und den Erfahrungsaustausch – auch mit Kameraden – wird Wissen erhalten und weiter ausgebaut.
Fotos: © HBI d. F. Gerald Badegruber





