LKW durchbricht Leitschiene
Zu einer spektakulären LKW-Bergung wurde heute kurz nach 7.00 Uhr die Feuerwehr St. Agatha alarmiert.
Bei der Talfahrt vom Pötschenpass musste ein slowenischer LKW-Lenker kurz vor der Ortschaft St. Agatha aufgrund eines zu weit über die Leitlinie fahrenden, entgegenkommenden PWK auf das rechte Straßenbankett ausweichen. Dabei stellte sich das Zugfahrzeug quer, durchbrach die Leitschiene und der LKW samt Anhänger rutschte gegenüber die seitliche Böschung hinunter. Nur durch einen kleinen Waldbestand wurde das Schwerfahrzeug aufgehalten. Der Lenker blieb dabei unverletzt, wurde aber dennoch von der verständigten Rettung versorgt.
Die Bergung des Fahrzeuges stellte an die alarmierten Einsatzkräfte eine große Herausforderung dar. Von einer gegenüber liegenden Zufahrt wurde der verunglückte LKW mittels zwei Seilwinden mit 10t und 8t über die Böschung wieder auf die Straße zurück gezogen. Dabei wurden die beiden Windenseile über eine 16t Umlenkrolle geführt, um die gesamte Kraft der Winden ausnützen zu können.
Das nicht mehr fahrfähige Schwerfahrzeug wurde talwärts gebracht indem es von vorne und hinten über Schleppstangen von zwei Feuerwehr-LKW gezogen bzw. gesichert wurde. Die ausgelaufenen Betriebsmittel wurden mittels Ölbindemittel aufgefangen und die durchbrochene Leitschiene behelfsmäßig abgesichert.
Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die B 145 ca. 1 1/2 Stunden für den gesamten Verkehr gesperrt.
Insgesamt stande für die Feuerwehr St. Agatha neben VLF, SRF, TLF, LAST und Kdo-Fahrzeug 16 Mann im Einsatz.