Der Tag als der erste Regen kam
Auch am Freitag den 28.7. wurden die Löscharbeiten am Bromberg im Offenseegebiet fortgesetzt. Wieder standen Feuerwehren aus dem Bezirk Gmunden im Einsatz um die Glutnester und Brände im steilen Gelände zu löschen. Unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Bergrettung und Arbeitern der Österreichischen Bundesforste. Der Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen zur Bromberalm wurde weiter fortgesetzt um das nötige Wasser auf den Berg zu schaffen. Zusätzlich zu den Waldbrandstützpunkten des Bezirkes Gmunden aus Scharnstein und St. Agatha war an den letzten beiden Tagen auch der Stützpunkt Kirchdorf im Einsatz, da in Summe sechs Hubschrauberlandeplätze zu betreuen waren.
Die Hitze der Mittagsstunden machte immer wieder kurze Pausen notwendig. Während dieser Zeit wurde vor allem Mineralwasser getrunken um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Sodann wurde wieder weiter gearbeitet, der Weg zu Glutnestern frei geschnitten, die Brandstellen mit Krampen und Äxten freigelegt und ausreichend mit Löschwasser abgelöscht. Dazu waren umfangreiche Löschleitung im steilen Gelände notwendig.
Wieder erfolgte der Personen und Löschwassertransport durch mehrere Hubschrauber des Bundesheeres. Auch den Piloten und Technikern wurde bei diesem Einsatz all ihr Können abverlangt.
Während der Löscharbeiten in Ebensee wurde die Einsatzleitung über einen neuen Brand im Bereich der Katrin in Bad Ischl informiert. Umgehend wurde ein Black Hawk Hubschrauber und eine Alouette zum Brandplatz umgeleitet. Die Erkundung ergab einen kleinen Entstehungsbrand im Bereich Hainzen. Dieser konnte mittels Löschrucksäcken abgelöscht werdern.
In den Nachmittagsstunden kam dann von der Wetterdienststelle eine Wetterwarnung über ein heranziehendes Gewitter. Darauf hin mussten alle Einsatzkräfte von den einzelnen Brandplätzen mittels Hubschrauber ins Tal gebracht werden. Ein Aufenthalt am Berg während des Gewitters wäre zu gefährlich gewesen. Kaum waren diese Flüge abgeschlossen, setzte auch schon das angekündigte Gewitter mit heftigem Regen ein. Die gesamte Einsatzmannschaft war über den Regen froh. Dennoch wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen, ob alle Glutnester dadurch abgelöscht wurden oder ob der Brand wieder beginnt.