{"id":9068,"date":"2018-08-22T22:55:57","date_gmt":"2018-08-22T20:55:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/?p=9068"},"modified":"2018-09-02T00:30:13","modified_gmt":"2018-09-01T22:30:13","slug":"21-24-08-2018-waldbrand-in-hallstatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/?p=9068","title":{"rendered":"21. &#8211; 24. 08. 2018: Waldbrand in Hallstatt"},"content":{"rendered":"<p>Zu einem Waldbrand in Hallstatt wurde am Montag den 21. 8. am Vormittag die Feuerwehr St. Agatha alarmiert.<!--more--> Im Bereich des Klettersteiges bei der Echernwand war vorerst ein kleiner Brand ausgebrochen. Die Ursache war zun\u00e4chst unklar. Die FF St. Agatha wurde zun\u00e4chst als Waldbrandst\u00fctzpunkt angefordert. Da sich der Brand innerhalb kurzer Zeit im steilen und trockenen Gel\u00e4nde rasch ausbreitete, wurden zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte alarmiert. W\u00e4hrend durch die Flughelfer der Flugbetrieb der eingesetzten Hubschrauber zur Waldbrandbek\u00e4mpfung koordiniert wurde, hatte ein weiterer Teil der Mannschaft die Aufgabe den Brandschutz im Bereich unterhalb der Wand sicher zustellen. Zus\u00e4tzlich wurde mit dem Gro\u00dftankl\u00f6schfahrzeug Wasser auf Berg transportiert. Im Pendelverkehr wurde eine Wasserversorgung f\u00fcr die oberhalb der Wand eingesetzten Feuerwehrkr\u00e4fte hergestellt.<\/p>\n<p>Am Nachmittag trafen zus\u00e4tzliche Hubschrauber zur Brandbek\u00e4mpfung in Hallstatt ein. Mit diesen Hubschraubern wurde L\u00f6schwasser aus dem Hallst\u00e4tter See gesch\u00f6pft und \u00fcber den Brandstellen abgeworfen. Um die L\u00f6schwirkung des Wassers zu verst\u00e4rken, wurde vor dem Flug auf den Berg den L\u00f6schbeh\u00e4ltern Netzmittel zugesetzt. Dies hat die Aufgabe die Oberfl\u00e4chenspannung des Wasser zu verringern und das Eindringen in das Brandgut zu verbessern. Zus\u00e4tzlich wurden ein Standbeh\u00e4lter f\u00fcr L\u00f6schwasser und Ausr\u00fcstungsmaterial auf den Berg geflogen. Von dort wurde eine Brandbek\u00e4mpfung bis knapp zur Wand hinab durchgef\u00fchrt. Gleichzeitig wurde auch von der Seite der Standseilbahn durch Mitglieder der Grubenwehr der Salinen Austria der Brand bek\u00e4mpft. Durch diesen Einsatz am Boden und aus der Luft konnte eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes vorerst gestoppt werden. Durch den heftigen Brand hatten sich allerdings in der Zwischenzeit schon zahlreiche Glutnester gebildet. Vor Einbruch der Dunkelheit musste der L\u00f6scheinsatz eingeschr\u00e4nkt werden. Eine Brandwache im Bereich unterhalb der betroffenen Wand wurde f\u00fcr die Nachtstunden eingerichtet. W\u00e4hrend der Nacht konnten die zahlreichen Brandstellen in der Wand deutlich gesehen werden.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>F\u00fcr den zweiten bzw. dritten Einsatztag wurden zus\u00e4tzliche Feuerwehrkr\u00e4fte alarmiert. Die Aufgabe f\u00fcr diese Kr\u00e4fte war die Herstellung einer L\u00f6schleitung zur ausreichenden Wasserversorgung f\u00fcr die Feuerwehrkr\u00e4fte am Berg. Von Beginn an war eine Brandbek\u00e4mpfung oberhalb der Wand nur durch die Unterst\u00fctzung der Bergrettung m\u00f6glich. Die Bergretter sicherten die Feuerwehrkr\u00e4fte im steilen Gel\u00e4nde. Am Hallst\u00e4tter See wurde von der Feuerwehr gemeinsam mit der Wasserrettung der Flugbetrieb abgesichert. Am See wurde eine Sperrzone geschaffen, wo die Hubschrauber gefahrlos Wasser aus dem See sch\u00f6pfen konnten. Zum Betanken der Hubschrauber mit Treibstoff wurden zus\u00e4tzliche Landepl\u00e4tze in Hallstatt bzw. Obertraun eingerichtet. Auch dort musste von der Feuerwehr ein Brandschutz sichergestellt werden. Auch dabei waren Flughelfer eingesetzt. Die Arbeit f\u00fcr die Feuerwehrkr\u00e4fte war am Berg sehr m\u00fchsam. Das steile Gel\u00e4nde und die hohen Temperaturen verlangten den Kr\u00e4ften vollen Einsatz ab. Auch bei den Hubschraubern wurde auf Basis der aktuellen Entwicklung das eingesetzte Ger\u00e4t ge\u00e4ndert. An den beiden letzten Tagen sorgte ein Black Hawk mit dem L\u00f6schbeh\u00e4lter mit 3.000 Litern f\u00fcr den Schutz des Hochwaldes oberhalb der brennenden Wand. Die anderen eingsetzten Hubschrauber hatten die Aufgabe die Brandstellen in und unter der Wand zu bek\u00e4mpfen. Ein direkter Einsatz unterhalb der Wand durch Feuerwehrkr\u00e4fte war auf Grund st\u00e4ndig herabst\u00fcrzender Felsen oder B\u00e4ume nicht m\u00f6glich. Vom Brand ist eine Fl\u00e4che von rund 30 Hektar betroffen.<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Durch den laufenden L\u00f6scheinsatz, es wurden insgesamt 1.760 Fl\u00fcge mit L\u00f6schwasser durchgef\u00fchrt, konnte die Anzahl der Brandstellen bzw. Glutnester deutlich reduziert werden. Am Freitag den 24. 8. sorgte einsetzender Regen am Nachmittag f\u00fcr eine weitere Entspannung der Situation. Einzelne nicht gel\u00f6schte Brandstellen in der Wand wurden in den Folgetagen durch die Feuerwehr Hallstatt kontrolliert. Auch ein Kontrollflug mit einer W\u00e4rmebildkamera erfolgte. Als m\u00f6gliche Brandursache wird von Ermittlern in der Zwischenzeit eine weggworfenen Zigarette vermutet. Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr geht allerdings derzeit vom losen Material in der Wand aus. Zahlreiche B\u00e4ume und Felsen drohen von der Wand herunter zu st\u00fcrzen. Der Brand hat viele Wurzeln abgebrannt und die Hitze und das L\u00f6schwasser f\u00fchrten zu Abplatzungen beim Gestein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem Waldbrand in Hallstatt wurde am Montag den 21. 8. am Vormittag die Feuerwehr St. Agatha alarmiert.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9085,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[12,31,75,76],"class_list":["post-9068","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-brandeinsatze","tag-brand","tag-flughelfer","tag-waldbrand","tag-warmebildkamera"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9068"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9068\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9158,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9068\/revisions\/9158"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}