{"id":88,"date":"2011-02-04T19:29:17","date_gmt":"2011-02-04T19:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p121768.webspaceconfig.de\/?page_id=88"},"modified":"2025-12-23T14:36:01","modified_gmt":"2025-12-23T13:36:01","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/?page_id=88","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein besonders ehrw\u00fcrdiges Merkmal des Menschen ist es, sich gegenseitig zu helfen. Diese stolze Erfahrung greift zur\u00fcck bis in die graue Vorzeit. Anla\u00df zu solchen meist spontanen Aktionen waren aber stets \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p>Als im vorigen Jahrhundert die Leute begannen, Besitz und bescheidenen Wohlstand anzustreben und zu organisieren, bereiteten gewaltige Feuersbr\u00fcnste diesem Vorhaben oftmals ein j\u00e4hes Ende. So kam es schlie\u00dflich zu den ersten Gr\u00fcndungen der Feuerwehren im Lande, um diesen Gefahren Einhalt zu gebieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Gr\u00fcndungen eilte meist eine Brandkatastrophe voraus, so auch bei uns in St. Agatha.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Chronik_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"574\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Chronik_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-183\" title=\"Chronik\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Der gl\u00fchend hei\u00dfe Sonntagnachmittag des 31. August 1879 lie\u00df ein heftiges Gewitter aufziehen. Schwarze Wolken \u00fcberschatteten das Goiserer Tal und ein gehender Blitz krachte in das Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Eheleute Petter, &#8222;Agathawirt&#8220;, zu St. Agatha 10 und z\u00fcndete sofort. Als die Schutzmannschaften der bereits gegr\u00fcndeten Feuerwehr Goisern mit Pferdefuhrwerken heraneilten, war das ganze Gro\u00dfobjekt bereits ein Raub der Flammen. Nur mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche konnte dem Inferno Einhalt geboten und Nachbarobjekte gerettet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser \u00e4u\u00dfere Umstand bewog den Maurer und Grundbesitzer zu St. Agatha 21, Herrn Johann Reitter, initiativ zu werden. Er organisierte eine Schau\u00fcbung, verbunden mit einem Konzert der B\u00fcrgermusik. Mit dem Ertrag von 16 Gulden und 64 Kreuzern wurde der Grundstein f\u00fcr unsere heutige Wehr gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Von diesem Erl\u00f6s wurden die ersten Requisiten angekauft:<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00fcnf Dachleitern, zwei Feuerhaken, zwei Riemen, zwei Spritzen und ein Signalhorn.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/vorbemerk_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"492\" height=\"692\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/vorbemerk_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-184\" title=\"Vorbemerkungen\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Johann Reitter ging es damals darum, eine Schutzwehr gegen Feuer und Wasser sowie elementare Ereignisse in St. Agatha zu installieren, weil ihm das gro\u00dfe und weit besiedelte Goiserer Tal f\u00fcr eine Wehr zu gro\u00df erschien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mannschaften sollten sich aus dem Schulbezirk St. Agatha rekrutieren. Der Mitgliedsstand betrug am Anfang schon \u00fcber 50 Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahr 1883 wurde f\u00fcr 362 Gulden und 46 Kreuzer von der Firma Knaust in Wien 11 eine Ventilhahn-Karrenspitze angekauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz darauf &#8211; noch im Jahre 1883 &#8211; r\u00fcckte man nach Lasern, Haus Nr. 10, zum ersten Brandeinsatz gemeinsam mit der Feuerwehr Goisern aus. Dabei verbrannte die Hausbesitzerin Frau Anna Pernkopf. Die t\u00fcckischen Gefahren eines Brandeinsatzes wurden ihnen drastisch vor Augen gef\u00fchrt. Der 2. Brandeinsatz war am 6. Mai 1884, als das Stallgeb\u00e4ude des Herrn Leopold Scheutz zu Riedln 4 brannte. Es konnten jeweils nur die Nebengeb\u00e4ude gerettet werden. So auch beim 3. Brandeinsatz am 25. September 1885 um 12 Uhr Mitternacht, als das Gasthaus &#8222;Gr\u00fcner Anger&#8220; (heute Ferdin) in Au brannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 30. November 1885 wurden die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr St. Agatha bei Goisern von der Ober\u00f6sterreichischen Statthalterei genehmigt. Der erste aufgezeichnete Mannschaftsstand:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Rotte 30 Steiger<br>2. Rotte 45 Spritzer<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gasthaus &#8222;Agathawirt&#8220; wurde am 21. Mai 1886 die erste Generalversammlung abgehalten. Die hiebei durchgef\u00fchrte Wahl ergab folgendes Kommando:<\/p>\n\n\n\n<p>Kommandant: Josef Grill, k. k. Steiger und Grundbesitzer zu St. Agatha 7.<br>Kommandant-Stv.: Matthias Reiter, Sarstein 27.<br>Schriftf\u00fchrer: Konrad Unterberger, Agatha 32<br>Rechnungsf\u00fchrer und. Zeugwart: Johann Reitter, St. Agatha 21.<\/p>\n\n\n\n<p>Der damals erst 24j\u00e4hrige k. k. Steiger Josef Grill war ein ausgezeichneter Organisator und F\u00fchrer. Seine Frau, Berta Grill geborene Fettinger, war Handarbeitslehrerin in der \u00f6ffentlichen Volksschule zu St. Agatha. Josef Grill f\u00fchrte die Mitgliedsb\u00fccher und Kassenb\u00fccher sowie die Aufschreibungen der Chronik ein. Er legte schon damals den Grundstein f\u00fcr die bis heute \u00fcberlieferte gute Organisation im s\u00fcdlichen Goiserer Tal. Nach schwerer Krankheit legte er am 27. November 1892 die Kommandantenstelle nieder und starb schlie\u00dflich im jugendlichen Alter von 31 Jahren am 27. April 1893.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Fr\u00fchjahr 1886 wurde der Beitritt zum Verband der Ober\u00f6sterreichischen Feuerwehren beschlossen, von dem bereits 1887 die erste Unterst\u00fctzung in der H\u00f6he von 100 Gulden kam. Das Jahr 1887 war besonders ereignisreich. Die Chronik wurde angekauft. Die Aufschreibungen begannen r\u00fcckwirkend vom Jahre 1879. Der jeweilige Kommandant hat seither die moralische Verpflichtung, die chronologischen Aufzeichnungen wahrheitsgetreu zu f\u00fchren oder dieselben unter seiner Leitung f\u00fchren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Depotbau wurde im Jahr 1887, und zwar am 1. Mai, beschlossen. Baubeginn war im September und die Er\u00f6ffnung wurde bereits am 9. Oktober 1887 gefeiert. F\u00fcr das Depot (Gr\u00f6\u00dfe 7 m x 5 m) wurde mit den Eheleuten Josef und Theresia Petter ein heute noch g\u00fcltiger Vertrag verfertigt. Der rasche Aufbau mit einer nur einmonatigen Bauzeit verdient heute noch Beachtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Jahr 1887, am 18. Dezember, erfolgte im Gasthaus Bartholom\u00e4us Petter (Wirts-Bartl) in Untersee 14, die Gr\u00fcndung der Feuerwehrfiliale Untersee.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Filialkommandant Bartholom\u00e4us Petter rekrutierten sich damals aus den Ortschaften Untersee und Obersee 13 Steiger, 31 Spritzer und 7 Sch\u00fctzer, zusammen also 51 Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgabe der Steiger war es, den Brand unmittelbar zu bek\u00e4mpfen, also der heutige Angriffstrupp. Die Spritzer waren verantwortlich f\u00fcr die L\u00f6schwasserversorgung, w\u00e4hrend die Sch\u00fctzer die notwendigsten und wertvollsten Utensilien zu bergen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16. Juli 1887 brannte das \u00d6konomiegeb\u00e4nde am Hochmuth ab. Die Hilflosigkeit gegen\u00fcber solchen Ereignissen spornte die verantwortungsbewu\u00dften M\u00e4nner immer wieder zu neuen \u00dcberlegungen an, wie etwa die Schaffung von L\u00f6schwasserbeh\u00e4ltern.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr verungl\u00fcckte Feuerwehrm\u00e4nner wurde im Dezember 1888 ein Unterst\u00fctzungsfond gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15. Dezember 1889 wurde in Ischl der Bezirksfeuerwehrverband 5 &#8222;inneres Salzkammergut&#8220; gegr\u00fcndet. Bei dieser Gr\u00fcndung war auch unser Kommandant Josef Grill dabei und wurde zum Ausschu\u00dfmitglied gew\u00e4hlt. Erster Bezirksobmann wurde der Ischler Kommandant Karl Rehagen. Immer wieder tauchte in den entlegenen Geh\u00f6ften der Feuerteufel auf. Am 15. September 1890 brannte das Geh\u00f6ft des Himmelbauer in Wurmstein nieder. Die weite Streuung der Siedlungen und die somit weiten und oftmals beschwerlichen Anmarschwege, bei denen wertvolle Zeit verloren ging, machten die Gr\u00fcndung einzelner L\u00f6schz\u00fcge notwendig. Im August 1891 wurde die Schaffung eines L\u00f6schzuges in Au beschlossen und sofort mit einem schrittweisen Aufbau begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Notwendigkeit von Gemeinschafts\u00fcbungen wurde schon damals erkannt. Eine solche gr\u00f6\u00dferen Stils fand damals am 25. Oktober 1891 in Lauffen statt. Bei dieser Bezirksverbands\u00fcbung nahmen die Feuerwehren Ischl, Goisern und St. Agatha teil.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Funktionsperiode des Kommandanten Leopold Perr, die von 1895 bis 1904 dauerte, fiel der erste Erweiterungsbau der Zeugst\u00e4tte in St. Agatha.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1904 fanden wieder Wahlen statt. Der M\u00fcllersohn Josef Kurz aus St. Agatha 2 wurde Kommandant. Der bisherige Kommandant Leopold Perr nahm die Funktion des Stellvertreters an. Schriftf\u00fchrer wurde damals der k. u. k. F\u00f6rster Alois Kals aus St. Agatha 42. Eine neue erfolgreiche Epoche nahm ihren Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch im selben Jahr wurde von der Elektrizit\u00e4tsgesellschaft Steeg eine Magirus-Patentleiter erworben. Die Errichtung der seit l\u00e4ngerem ins Auge gefa\u00dften L\u00f6schwasserreservoire begann im Jahre 1905. Nach und nach wurden einzelne Ortsteile und Weiler mit Bassins best\u00fcckt. Interessant ist, da\u00df schon im Jahr 1905, und zwar am 10. Dezember, Verireter des Kommandos erm\u00e4chtigt wurden, mit Vertretern der Feuerspritzengesellschaft Herndl, Pichlern, Kogl und Rehkogl bez\u00fcglich eines Filialverh\u00e4ltnisses zu verhandeln. Die meisten Initiativen der Feuerwehr in dieser Zeit gingen von den sogenannten Monatsversammlungen (heute Kommandositzungen) aus. Diese fanden regional verstreut in den Gasth\u00e4usern Schneiderwirt in Stambach, Agathawirt, Martin Petter (heute Hiden) in St. Agatha, Chr. Unterberger in Sarstein, Ferdin in Au, Zauner (heute Kunze) in Au, beim Goldenen Schiff in Steeg und beim Klackl in Steeg sowie teilweise in der Schmaranz statt, da Kamerad Ramsauer ein gro\u00dfer G\u00f6nner unserer Feuerwehr war. Die allj\u00e4hrlichen Generalversammlungen wurden stets bei Frau Theresia Petter, &#8222;Agathawirt&#8220;, abgehalten. Allj\u00e4hrlich wurden auch die Bezirkstagungen von mehreren Delegierten besucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals wurden unterst\u00fctzende Mitglieder 1907 erw\u00e4hnt. Der damalige Mitgliederstand:<\/p>\n\n\n\n<p>124 Wirkliche, 11 Unterst\u00fctzende, 3 Ehrenmitglieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Grelle R\u00f6te am Firmament trieb die Wehrm\u00e4nner am 20. Februar 1909 in gro\u00dfer Eile nach Goisern. Die stets feuergef\u00e4hrdete Cimth\u00fctte des Consumvereines brannte. Schon in Stambach hie\u00df es Umkehren, die R\u00f6te war vollkommen erloschen. Der Ruf nach mehr Mobilit\u00e4t &#8211; um rascher vorw\u00e4rts zu kommen &#8211; wurde laut.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit kam es auch sehr h\u00e4ufig zu Rauchfangfeuern und man \u00fcberlegte, ob man nicht sich wiederholende Inspektionen durchf\u00fchren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfalarm wurde am 17. April 1912 geblasen. Das Anwesen des Herrn J. Neubacher vulgo Gimbs in Gschwandt\/Eisenlehen stand in hellen Flammen. 350 m Schl\u00e4uche wurden von der Traun bis zum Brandobjekt verlegt. Die Nebengeb\u00e4ude konnten gerettet werden. An der L\u00f6schaktion beteiligten sich die Feuerwehren Ramsau, Goisern, St. Agatha, der L\u00f6schzug Au, und die inzwischen selbst\u00e4ndig gewordene Feuerwehr Untersee. Wei\u00dfenbach und Unterjoch waren nicht anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Probleme mit dem regelm\u00e4\u00dfigen \u00dcbungsbesuch gab es auch schon damals. Diese wurden anl\u00e4\u00dflich einer Monatsversammlung am 1. Dezember 1912 diskutiert. Man \u00fcberlegte, ob nicht Kameraden, welche notorisch den \u00dcbungen und Versammlungen fernblieben, aufzufordern w\u00e4ren, ihren Austritt anzumelden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Subvention vom l\u00f6blichen Feuerschaden-Versicherungsverein erhielten wir am 16. J\u00e4nner 1913, und zwar 60 Kreuzer zur Errichtung eines L\u00f6schwasserbassins in Reitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 3. Februar 1913 fand die erste Feuerbeschau in unserer Gegend statt. An der Inspektion in den Ortschaften Sarstein und P\u00f6tschen nahm auch ein Kommandomitglied unserer Wehr teil. Dabei wurde angeregt, diese Inspektionen wenn m\u00f6glich alle zwei Jahre zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine besondere Auszeichnung erhielt unsere Wehr, als am 24. Mai 1914 in St. Wolfgang unser Wehrf\u00fchrer Josef Kurz zum Obmannstellvertreter des Bezirksverbandes gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Freiwillige Feuerwehr St. Agatha vor dem 1. Weltkrieg<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/FFAvor1WK_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"261\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/FFAvor1WK_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-185\" title=\"FF St. Agatha vor 1. Weltkrieg\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4\u00dflich des Kriegsbeginnes wurde in Goisern der Automobil-\u00dcberwachungsdienst eingef\u00fchrt, zu dem auch unsere Feuerwehr herangezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wurde beschlossen, die Begr\u00e4bniskosten eines im Krieg gefallenen Kameraden zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon am 31. Oktober 1914 kam der amtliche Erla\u00df: Ausbildung von Jungmannschaften sowie Beiziehung der Frauen zum L\u00f6sch- und Sanit\u00e4tsdienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Im November des Jahres 1915 war ein riesiger Feuerschein \u00fcber dem H\u00fctteneck sichtbar. Keuchend schleppte man die Karrenspritze \u00fcber den Herndlersberg hinauf, bis man in Kogl bemerkte, da\u00df die Feuersbrunst im Ischlerischen sein mu\u00dfte und kehrte wieder um. Eine wirksame Verst\u00e4ndigung gab es zu dieser Zeit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Infolge Einr\u00fcckung zum Kriegsdienst mu\u00dften im Ausschu\u00df einige Ver\u00e4nderungen vorgenommen werden. Bei der Generalversammlung im Jahre 1917 wurde mitgeteilt, da\u00df bereits 7 Kameraden im Krieg gefallen seien und weitere 40 Kameraden sich im Kriegsdienst oder in Gefangenschaft bef\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hochwasseralarm gab es zum 1. Mal am 8. Juli 1917. Der Polster bei der Madls\u00e4ge wurde vom Zlanbach weggesp\u00fclt. Dieser staute sich oberhalb der Wallibr\u00fccke und \u00fcberflutete die H\u00e4user Scheuchl, Agatha 25, und Kain, Agatha 45. Die Feuerwehr war zwei Tage lang im Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Kameraden der Feuerwehr wurden 1918 vom Roten Kreuz geehrt. Sie halfen eifrig bei den &#8222;Transportkolonnen&#8220;, welche die Verwundeten vom Bahnhof Steeg zum Hospital im Ferien-Hort bef\u00f6rderten, mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine sehr lange L\u00f6schleitung wurde beim Wohnhausbrand Limbergers Witwe in Untersee gemeinsam mit der Feuerwehr Untersee verlegt. Das L\u00f6schwasser wurde vom Zlanbach bis zum Brandobjekt gepumpt. Bei einem weiteren Brand in Untersee, ein paar Monate sp\u00e4ter, konnte infolge des stark dezimieren Mannschaftsstandes nur mehr mit einer Spritze ausger\u00fcckt werden. Auch nach dem 1. Weltkrieg irn Jahr 1919 wurde noch \u00fcber die Dezimierung geklagt. &#8222;Es wird noch einige Zeit dauern, bis die geschlagene Wehr, infolge des f\u00fcrchterlichsten aller Kriege, wieder aufgerichtet ist. Momentan hei\u00dft es noch n\u00e4her zusammenr\u00fccken.&#8220; Bei der 1. Generalversammlung nach dem Krieg wurde der heimgekehrte Josef Kurz als Kommandant wieder best\u00e4tigt. Ein Kondukt f\u00fcr Leichenbegr\u00e4bnisse verstorbener Wehrkameraden wurde aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 20. Juni 1920 wurde eine Hilfsvereinigung zum Zweck der gegenseitigem Aufbauhilfe nach Br\u00e4nden (Selbsthilfe) f\u00fcr den Bereich St. Agatha und Untersee gegr\u00fcndet. Die Mitglieder verpflichte sich zur Robotleistung f\u00fcr abgebrannte Hausbesitzer (Abbrandler).<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfen Hochwasseralarrn gab es am 6. September 1920. Eine gewaltige Naturkatastrophe, die noch heute jedermann in Erinnerung ist, brach \u00fcber unsere Gegend herein. Am Sandling st\u00fcrzten ungeheure Felsmassen nieder, Almen wurden versch\u00fcttet. Der Zlanbach suchte sich ein neues Bachbett und bedrohte die Ortschaft St. Agatha. Gewaltige Wassermassen infolge lang anhaltender Regenf\u00e4lle schwemmten vom Aufsatzplatz in der Gosaum\u00fchle 3000 m\u00b3 Langholz fort. Mit letztem Einsatz konnte die Steegbr\u00fccke gerade noch gerettet werden. Die G\u00f6ribbr\u00fccke wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Goiserer Br\u00fccke sowie s\u00e4mtliche Traunbr\u00fccken flu\u00dfabw\u00e4rts wurden ein Raub der Fluten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfalarm wurde auch am 21. November 1921 geblasen. Das Wirtschaftsgeb\u00e4ude in Wiesen 5 brannte lichterloh. Der L\u00f6schzug Au war als erster in Aktion. Nur die Nebengeb\u00e4ude konnten gerettet werden. Nochmals Gro\u00dfalarm gab es am 9. Mai 1922. Das Wirtschaftsgeb\u00e4ude des Herrn Gottlieb Aschauer in Stambach 16 glich einem Inferno. Mit M\u00fche konnte gerade noch das Gro\u00dfvieh gerettet werden. Acht Schafe und das Gefl\u00fcgel fielen dem Brand zum Opfer. Das Wasser wurde mit etlichen Pumpen von der 600 m entfernten Traun herbeigef\u00f6rdert. Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Goisern, Ramsau, Riedln, Lasern, Posern, St. Agatha und Au sowie die Aluminiumwerks-Feuerwehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1888 bestand in den Ortschaften Herndl, Pichlern, Kogl und Rehkogl eine sogenannte Feuerspritzengesellschaft. Diese wurde am 22. Mai 1922 in eine ordentliche Feuerwehr &#8222;Berg&#8220; umfunktioniert. Unser Kommandant Josef Kurz war als Vertreter des Bezirksverbandes anwesend und fungierte als Berater.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Beschlu\u00df des Landesfeuerwehrverbandes waren die Schutzabteitungen in Rettungsabteilungen umzufunktionieren. Die Ischler Feuerwehr erhielt zu dieser Zeit einen Rettungswagen, der dem ganzen inneren Salzkammergut zur Verf\u00fcgung stand. Feuerwehrwahlen wurden ab sofort nur mehr alle f\u00fcnf Jahre (bisher 3 Jahre) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Jahresversamrniung am 13. Mai 1923 wurde erstmals \u00fcber die Entstehung des Feuers und deren Bek\u00e4mpfung mit chemischen L\u00f6schmitteln referiert. Ingenieur Anton Preiner vom Aluminiumwerk hielt diesen Vortrag. Bei dieser Versammlung legte Wehrf\u00fchrer Josef Kurz die Kommandantenstelle infolge \u00dcberlastung zur\u00fcck, verblieb aber als Stellvertreter im Kommando. Er war im Bezirksfeuerwehrverband sowie im Landesfeuerwehrausschu\u00df stark engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neuwahl ergab folgendes Kommando:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp; Wehrf\u00fchrer: Johann Eggenreiter<br>&nbsp;&nbsp; Stellvertreter: Josef Kurz<br>&nbsp;&nbsp; Kassier: Christian Kain<br>&nbsp;&nbsp; Schriftf\u00fchrer: Martin Kain<br>&nbsp;&nbsp; Zeugwart Agatha: Josef Bestak<br>&nbsp;&nbsp; Zeugwart Au: Wilhelm Zierler<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anschaffung einer langersehnten Motorspritze wurde am 2. Dezember 1924 im Gasthaus Schneiderwirt in Stambach beschlossen. Die f\u00fcr 4.300,- Schilling erstandene Spritze wurde am 10. Mai 1925 feierlich von der Firma Rosenbauer Linz \u00fcbergeben. Der erste Probebetrieb entsprach einfach allen Anforderungen. Zum Maschinisten wurde Christian Thalhammer aus Sarstein bestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals wurde 1925 in St. Agatha der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten, verbunden mit einer Gro\u00df\u00fcbung in der Luxenm\u00fchle (siehe Bericht in der Salzkammergutzeitung):<\/p>\n\n\n\n<p>St. Agatha bei Goisern<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bezirksfeuerwehrtag<\/em>. <em>Ein herrlicher Sommertag beg\u00fcnstigte am Sonntag, den 7. d. M., die Abhaltung des 31. Bezirksverbandstages der Feuerwehren des inneren Salzkammergutes Nr. 5. Eine reichhaltige Tagesordnung bot viel Interessantes f\u00fcr die zahlreich erschienenen Delegierten. Gleich nach Ankunft der Z\u00fcge versammelten sich die Delegierten vor dem Schalthaus der Bundesbahn in Steeg, wo die Herren Ingenieur Oswald und Oberrevident Esterl praktische Vorf\u00fchrungen der neuesten Hilfsmittel bei elektrischen Unf\u00e4llen boten. Es sei genannten Herren f\u00fcr die hochinteressanten Vorf\u00fchrungen bestens gedankt. Bei der hierauf folgenden Sitzung beteiligten sich die Vertreter der 30 Feuerwehren sowie die Herren B\u00fcrgermeister Peer, LAbg,. und KR. Putz, weiche die Versammlung begr\u00fc\u00dften sowie der von der Firma Rosenbauer Linz abgesandte Fachmann Jugl. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Den ausf\u00fchrlichen und beif\u00e4lligst aufgenommenen Berichten des Vorsitzenden Bezirksobmann Peter Bandzauner war zu entnehmen, da\u00df sich im letzten Jahre die Br\u00e4nde bedeutend vermehrten, wobei vier Verungl\u00fcckungen von Feuerwehrm\u00e4nnern vorkamen. Erfreulich ist die stete Verbesserung der L\u00f6schger\u00e4te und die Anschaffung von Motorspritzen in Goisern und St. Agatha. Im argen liegt aber bei den kleineren Wehren der Bestand der Rettungsabteilungen. Die Kassagebarung wurde gepr\u00fcft und dem Bezirksobmann die Entlastung erteilt. Die Bezirksunterst\u00fctzungskasse ist aktiv, trotz der bedeutenden Anspr\u00fcche. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 10 g erh\u00f6ht. An der hierauf erfolgten Wechselrede beteiligten sich Bezirksobmannstellvertreter Kurz, welcher sehr verst\u00e4ndlich und interessant \u00fcber aktuelle Feuerwehrangelegenheiten, Feuerverh\u00fctung und Fortschritt durch Anschaffung von modernen L\u00f6schmaschinen sprach, ferners die Wehrf\u00fchrer Cigale (Aluminiumfabrik) \u00fcber Behandlung der Motorspritzen, Pergar (Sodafabrikswehr), als erfahrener Elektrofachmann, und Hei\u00dfl (Rindbach) gab verschiedene praktische Anregungen. Zusammenfassend sprach Bezirksobmann Bandzauner erhebende Worte f\u00fcr das Feuerwehrwesen und schlo\u00df nach dreist\u00fcndiger Dauer die Sitzung. Der n\u00e4chste Bezirksverbandstag wird in Gosau abgehalten. Punkt 1 Uhr nachmittags ert\u00f6nte die Fabrikssirene zum \u00dcbungsalarm und in \u00fcberraschend kurzer Zeit ergossen sich elf m\u00e4chtige Strahlen \u00fcber die nach einem vom Wehrf\u00fchrer Cigale entworfenen \u00dcbungsplan gef\u00e4hrdeten Objekte. An der \u00dcbung beteiligten sich St. Agatha (neue Motorspritze, 1 Handdruckspritze), Aluminiumfabrik (Motorspritze vierstrahlig), Feuerwehr Goisern (Motorspritze) sowie die Feuerwehren Untersee und Berg (je 1 Spritze). Das Arbeiten der drei Rosenbauerschen Motorspritzen wurde von einer vielhundertk\u00f6pfigen Zuschauermenge lebhaft bewundert. Herr Bezirksobmann Bandzauner sprach sich bei der hierauf abgehaltenen Besprechung sehr anerkennend aus. Besondere Anerkennung mu\u00df aber auch der unerm\u00fcdlich t\u00e4tigen Bezirksverbandsleitung gezollt werden. Es folgte noch ein Vorbeimarsch s\u00e4mtlicher Wehren vor den versammelten Delegierten, worauf noch zwei Arten von Handfeuerl\u00f6schern vorgef\u00fchrt wurden. In Petters Gastgarten unterhielten sich die G\u00e4ste bei einem Konzert der Feuerwehrmusik St. Agatha und der Musikkapelle Untersee, auch einige Belustigungen waren geboten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls 1925 wurde der L\u00f6schzug Stambach gegr\u00fcndet. Die in Agatha durch den Ankauf der Motorspritze \u00fcbrig gewordene Handspritze wurde bei Herrn Leopold Gaisberger in Stambach 7 deponiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die neue Motorspritze auch im Winter funktionsf\u00e4hig zu erhalten, wurde im November 1925 ein elektrischer Heizk\u00f6rper installiert. Den Anschlu\u00df stellte Stern &amp; Hafferl kostenlos her. Der erste Waldbrandeinsatz war am 15. Mai 1926 oberhalb des Kreidewerkes Ramsauer. Die Motorspritze absolvierte ihren 1. Einsatz. Bei der L\u00f6schwasserf\u00f6rderung mu\u00dften \u00fcber 50 H\u00f6henmeter \u00fcberwunden werden, dies w\u00e4re mit einer Handdruckspritze unm\u00f6glich gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach dem Ableben des Bezirksobmannes Bandzauner wird unser Ehrenkommandant Josef Kurz neuer Bezirksobmann des Bezirksverbandes 5 &#8222;Inneres Salzkammergut&#8220;. Die Wahl fand am 6. J\u00e4nner 1929 in Bad Ischl statt.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Kurz_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"472\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Kurz_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-186\" title=\"Kurz\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Kommandant Hans Eggenreiter starb unerwartet im 38. Lebensjahr am 11. 6. 1926. Eggenreiter war ein junger, dynamischer Kommandant, dem die Technisierung und Modernisierung der Feuerwehr sehr am Herzen lag. Unter seiner kurzen F\u00fchrung wurde die erste Motorspritze angekauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ihm wurde Herr Johann Georg Hubner aus Sarstein Wehrf\u00fchrer. Doch kurze Zeit sp\u00e4ter gab es den ersten gro\u00dfen Krach in der Feuerwehr, der halbe Ausschu\u00df sowie der Kommandant traten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die darauffolgende Wahl ergab folgendes Kommando:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp; Wehrf\u00fchrer: Johann Pilz, Reitern 9<br>&nbsp;&nbsp; Stellvertreter: Franz Rastl, Stambach 24<br>&nbsp;&nbsp; Schriftf\u00fchrer: Martin Kain, Stambach 2<br>&nbsp;&nbsp; Kassier: Gottlieb Unterberger, St. Agatha 32<\/p>\n\n\n\n<p>Josef Kurz wurde zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr St. Agatha ernannt. Die F\u00fchrungskrise konnte sich kaum beruhigen, bereits 1928 gab es schon wieder eine Neuwahl. Wehrf\u00fchrer wurde wieder der im Jahre 1926 zur\u00fcckgetretene Georg Hubner, Stellvertreter der bisherige Kommandant, Johann Georg Pilz. Schriftf\u00fchrer: Josef Stieger, Edt 16, Kassier: Johann Kain, Edt 10.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Brandeinsatz in dieser Zeit war am 19. Mai 1928, als die Kalkh\u00fctte in Obersee brannte. Das Geb\u00e4ude wurde komplett einge\u00e4schert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Versammlung des Feuerwehr-Bezirksverbandes Nr. 5 (inneres Salzkammergut)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Bezirksverband hielt am Sonntag, den 6. J\u00e4nner 1929, vormittags um 8 Uhr im Gasthofe &#8222;Zum goldenen Ochsen&#8220; in Bad Ischl eine Versammlung ab. Der Vorsitzende Obmannstellvertreter Josef Kurz &#8211; Goisern er\u00f6ffnete die vollz\u00e4hlig besuchte Versammlung und begr\u00fc\u00dfte die Erschienenen, besonders die anwesende Familie des verstorbenen Obmannes Peter Bandzauner. Obmannstellvertreter Kurz sprach die Gedenkrede f\u00fcr den k\u00fcrzlich verstorbenen Bezirksverbandsobmann, welche von den Anwesenden stehend angeh\u00f6rt wurde. Er w\u00fcrdigte darin in kernigen Worten die vielen Verdienste, welche sich Herr Bandzauner w\u00e4hrend seiner langj\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit an diesem Posten in uneigenn\u00fctzigster und begeistertster Weise erwarb und betonte, welch schweren Verlust der Bezirksverband durch das Hinscheiden dieses verdienten Mannes erlitt. Er schlo\u00df mit den Worten, da\u00df Peter Bandzauner sich in Kreisen der Feuerwehr ein bleibendes Andenken geschaffen hatte. Zum Zeichen der Trauer wurde eine kurze Ged\u00e4chtnispause eingeschaltet. Herr Braumandl dankte namens der Familienangeh\u00f6rigen f\u00fcr diese sch\u00f6ne Ehrung. Herr Wehrf\u00fchrer Stadler beantragte, Schritte einzuleiten, damit Herr Bandzauner ins Ehrenbuch eingetragen werde. Der Vorsitzende teilte mit, da\u00df bereits der Antrag gestellt wurde auf Verleihung der Auszeichnung f\u00fcr Verdienste um die Republik an den Verstorbenen. Im folgenden wurde die Wahl des neuen Bezirksverbandsobmannes eingeleitet. Nach Erledigung der vorgeschriebenen Formalit\u00e4ten erfolgte die Wahl durch Stimmzettel. Von den abgegebenen Stimmen entfielen 29 auf Herrn Josef Kurz, den bisherigen Obmannstellvertreter, welcher sohin mit gro\u00dfer Mehrheit zum Obmanne berufen wurde. Die Wahl l\u00f6ste in den Kreisen der Versammelten volle Befriedigung aus, da auch Herr Kurz als eifriger Mitarbeiter auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens bekannt ist. Als Obmannstellvertreter wurde Herr Franz Pergar sen., Sodafabrik Ebensee, gew\u00e4hlt, vom Bezirksverbandsobmanne wurde weiters Herr Wehrf\u00fchrer Stadler, Bad Ischl, zum Bezirkswart ernannt. Nach Erledigung des allgemeinen Teiles wurde die Versammlung geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Goisern. Auszeichnung. <\/strong>Der Obmann des Feuerwehrbezirksverbandes &#8222;Inneres Salzkammergut&#8220;, Josef Kurz in St. Agatha bei Goisern, wurde vom Bundespr\u00e4sidenten durch die Verleihung der Gro\u00dfen silbernen Medaille f\u00fcr Verdienste um die Republik ausgezeichnet. Josef Kurz trat bereits mit 16 Jahren als Hornist in die Freiwillige Feuerwehr St. Agatha bei Goisern ein, so da\u00df er auf eine 40j\u00e4hrige Dienstzeit in derselben zur\u00fcckblicken kann. 1904 wurde er zum Wehrf\u00fchrer gew\u00e4hlt. Als er 1923 dieses Amt wegen \u00dcberb\u00fcrdung zur\u00fccklegte, ernannte ihn die Feuerwehr Sankt Agatha zum Ehrenwehrf\u00fchrer. Vom Jahre 1914 bis 1928 war Josef Kurz Obmann-Stellvertreter des Feuerwehrbezirksverbandes &#8222;Inneres Salzkammergut&#8220; und nach dem Tode des Obmannes Peter Bandzauner r\u00fcckte er im Jahre 1929 an dessen Stelle vor. Seither f\u00fchrt Josef Kurz den Feuerwehrbezirksverband Nr. 5, der mit 35 Wehren einer der gr\u00f6\u00dften in Ober\u00f6sterreich ist. Unter der Amtsf\u00fchrung durch Obmann Kurz machte die Motorisierung der Feuerwehren im Salzkammergut gro\u00dfe Fortschritte, so da\u00df sie dermalen zu den best ausger\u00fcsteten Wehren \u00fcberhaupt z\u00e4hlen. &#8211; Josef Kurz war w\u00e4hrend des Weltkrieges zwei Jahre lang Feuerwehrkommandant im Tonalegebiet. Dazu wurde er ernannt, als er bei einem feindlichen Angriff mit Brandgranaten besondere Umsicht bewies und dadurch viel Unheil verhinderte. Er unterstand als Kriegsfeuerwehrf\u00fchrer nur dem Abschnittskommando und traf im ganzen Gebiet alle Anordnungen zur m\u00f6glichsten Verhinderung der Brandgefahr. Auch verschiedene Rettungsaktionen hatte Josef Kurz w\u00e4hrend seiner Verwendung als Kriegsfeuerwehrkommandant zu leiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Brandalarm gab es wieder am 11. April 1930. Das Wohnhaus des Herrn Nikolaus Schropper in Reitern 13 stand in Flammen. Die Alarmierung der L\u00f6schkr\u00e4fte erfolgte damals meist mit gro\u00dfen elektrischen Sirenen in der Aluminiumfabrik. Vier L\u00f6schz\u00fcge unserer Feuerwehr sowie die Feuerwehr Untersee nahmen an dieser Brandbek\u00e4mpfung teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Johann Georg Hubner aus Sarstein legte am 18. 1. 1931 endg\u00fcltig die Kommandantenfunktion nieder. Johann Georg Schilcher, Bauer, Edt 2, wurde sein Nachfolger. Noch im Jahr 1931 wurde die Zeugst\u00e4tte in St. Agatha nach Pl\u00e4nen von Baumeister Kieninger umgebaut. Der Umbau bewirkte erstmals einen Schuldenstand in der Feuerwehrkassa.<\/p>\n\n\n\n<p>Der O\u00d6. Landtag beschlo\u00df 1932 die erste Feuerpolizeiordnung, in der das Feuerrettungswesen geregelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Regelm\u00e4\u00dfig wurden von Kameraden unserer Wehr die Bezirkstagungen besucht.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/BezTagIschl32_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"260\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/BezTagIschl32_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-188\" title=\"Bezirkstag Ischl 1932\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 26. April im Jahre 1934 w\u00fctete in Reitern eine Feuersbrunst. Das \u00d6konomiegeb\u00e4ude des Herrn Franz Kirchschlager vulgo Moi\u00dfnbauer wurde infolge einer Unvorsichtigkeit im Stall binnen k\u00fcrzester Zeit ein Raub der Flammen. Auch der Nachbarstadl der Frau Kal\u00df geriet in Brand. 2 Pferde, 2 K\u00fche, 1 Ziegenbock sowie 15 H\u00fchner kamen in dem Inferno um. Eine 700 m lange Schlauchleitung von der Traun wurde verlegt. 8 Motorspritzen waren dabei eingesetzt. Teilnehmende Feuerwehren: Goisern, Untersee, Lasern, Berg, Posern, Ramsau, Unterjoch, Wei\u00dfenbach und Aluminiumwerk St. Agatha.<\/p>\n\n\n\n<p>1934 wurde der Obmann des Bezirksverbandes 5 vom Bundespr\u00e4sidenten mit der silbernen Verdienstmedaille der Republik \u00d6sterreich ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Inspektion der Feuerwehren des Bezirksverbandes 5 durch den Landesfeuerwehrinspektor Franz Neumaier sowie durch den Obmann des O\u00d6. Landesfeuerwehrverbandes, Herrn Pointner, fand in der Zeit vom 6. bis 8. Mai 1935 statt. Eine entsprechende Niederschrift dar\u00fcber wurde in unserer Chronik verfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste wirkliche L\u00f6scherfolg konnte am 15. Mai 1937 verbucht werden. Durch Funkenflug aus dem Kamin entz\u00fcndete sich der Dachstuhl beim Gasthaus Kunze in Au. Durch das rasche Eingreifen des L\u00f6schzuges Au und des L\u00f6schzuges Agatha mit Motorspritze wurde der Brand sofort lokalisiert und einged\u00e4mmt. Bis dahin beschr\u00e4nkten sich die L\u00f6scherfolge mehr oder minder auf die Rettung der Nebengeb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6rperschaft \u00f6ffentlichen Rechts wurden die Feuerwehren laut Bundesgesetzblatt f\u00fcr Ober\u00f6sterreich vom 3. 2. 1938.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Anschlu\u00df an das Deutsche Reich am 13. 3. 1938 wurde bereits im Juli 1938 die Schaffung der Gemeindefeuerwehr. Bekannt gegeben. Der Kornmandant, der Stellvertreter sowie der Schriftf\u00fchrer wurden vom B\u00fcrgermeister ernannt. Jede Feuerwehr bildete einen L\u00f6schzug und der jeweilige Kommandant wurde L\u00f6schzugsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00f6schzugskommandant in Agatha wurde Johann Georg Pilz, Steeg.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfalarm gab es am 19. November 1938 um 2 Uhr nachts. In der M\u00fchlau bei Herrn Johann Pilz vulgo Hauserbauer zu Stambach 21 entz\u00fcndete sich infolge Selbstentz\u00fcndung der Heustadel explosionsartig. Der schier angrenzende Stadel des Herrn Johann Pilz vulgo Perlbauer in Stambach 19 wurde durch gro\u00dfe Hitze ebenfalls ein Raub der Flammen. Jede Hilfe kam zu sp\u00e4t. Die L\u00f6schaktion mu\u00dfte sich auf die Nebengeb\u00e4ude beschr\u00e4nken. Beim Hauserbauer verbrannte das ganze Vieh, 11 Stk. Gro\u00dfvieh, 10 Schafe sowie Federvieh und alle landwirtschaftlichen Ger\u00e4te. Die geringe Versicherungsh\u00f6he konnte den Schaden bei weitem nicht decken. Beim Perlbauer konnte wenigstens das Vieh und einige landwirtschaftliche Ger\u00e4te gerettet werden, soda\u00df der Schaden durch die Versicherung ann\u00e4hernd gedeckt war. Im Einsatz standen alle L\u00f6schz\u00fcge der Gemeindefeuerwehr sowie die Werksfeuerwehr mit s\u00e4mtlichen zur Verf\u00fcgung gestandenen Motorspritzen, welche 30 Stunden hindurch im Einsatz waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. 2. 1939 wurde Christian Thalhammer aus Sarstein anstelle des zur\u00fcckgetretenen J. G. Pilz zum neuen L\u00f6schzugsf\u00fchrer bestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>1940 erfolgte die Umwandlung der Feuerwehr in die Feuerschutzpolizei. Bezirks- und Landesverband wurden aufgel\u00f6st. Die Ausbildung der L\u00f6schmannschaften unterlag den streng milit\u00e4rischen Wehrvorschriften. W\u00f6chentliche \u00dcbungen wurden vorgeschrieben. Nachdem die j\u00fcngeren Kameraden einr\u00fccken mu\u00dften, wurden die 45 &#8211; 60j\u00e4hrigen zum Einsatz herangezogen, w\u00e4hrend die \u00fcber 60j\u00e4hrigen in den Reservestand versetzt wurden. Die Schlagkraft der Wehr nahm aber ab.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den einger\u00fcckten Christian Thalhammer wurde Michael Kain, St. Agatha 3, im Mai 1940 zum L\u00f6schzugsf\u00fchrer ernannt. Kain legte nach kurzer Funktionsaus\u00fcbung die Kommandantenstelle im September zur\u00fcck. So wurde Christian Reiter, Sarstein 27, neuer L\u00f6schzugsf\u00fchrer. Auch Reiters Periode war durch den Einr\u00fcckungsbefehl im Juli 1942 relativ rasch zu Ende. Da s\u00e4mtliche j\u00fcngeren Kr\u00e4fte im Kriegsdienst standen oder schon gefallen waren, wurde Ehrenkommandant Josef Kurz per 17. 7. 1942 wieder mit der F\u00fchrung betraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Waldbrand bek\u00e4mpfen hie\u00df es am 19. M\u00e4rz 1942. Oberhalb des Krallm\u00fchner brannte der Arikogl. Von den Feuerwehren Goisern, Untersee, Alu-Werk sowie St. Agatha, Au und Stambach wurden insgesamt 7 Schlauchleitungen parallel vom Zlanbach weg verlegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Jahresr\u00fcckblick 1944 im 6. Kriegsjahr war durch die Aufstellung des Volkssturmes eine erneute Dezimierung der Wehr eingetreten. Trotz Heranziehung der HJ-Jugendgruppen mu\u00dften zur Fortschaffung der schweren L\u00f6schger\u00e4te Frauen und M\u00e4dchen herangezogen werden. Die Aktivit\u00e4t mu\u00dfte erhalten bleiben, da fast t\u00e4glich Terrorflieger kamen und zu bef\u00fcrchten war, da\u00df Brandbomben geworfen wurden. Bisher waren bereits 8 Kameraden im Krieg gefallen, 23 waren noch im Kriegsdienst bzw. in Gefangenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kriegsende am 7. und 8. Mai 1945 wurde eines der schrecklichsten Ereignisse f\u00fcr unseren Ort. Durch den fluchtartigen Verkehr von Autos und Armeefahrzeugen war die Stra\u00dfe von Stambach bis St. Agatha v\u00f6llig blockiert. Die ultimativ geforderte Freimachung der Stra\u00dfe war beim besten Willen nicht m\u00f6glich. So wurden die Fahrzeuge bombardiert, rund 300 Autos brannten. Eine Bombe schlug im Agathawirtsstadel ein, das Geb\u00e4ude ging erneut in Flammen auf. Durch den andauernden Fliegerangriff war es der Feuerwehr unm\u00f6glich, Hilfe zu leisten, 15 St\u00fcck Vieh mu\u00dften verbrennen. Noch am selben Tage wird das Kriegsende verk\u00fcndet, soda\u00df vermutlich dieser ungl\u00fcckselige 2. Weltkrieg in St. Agatha sein Ende findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der aus dem Krieg heimgekehrte Christian Reiter \u00fcbernahm f\u00fcr kurze Zeit die Wehrf\u00fchrerstelle, sah sich aber dann au\u00dferstande, die Wehr weiter zu f\u00fchren. Ein neuer Kommandant mu\u00dfte nun gefunden werden. Hier sah man, da\u00df der Krieg seine Narben hinterlassen hatte, denn niemand wollte die Wehrf\u00fchrerstelle \u00fcbernehmen. Mehrere Sitzungen wurden abgehalten, wobei Ehrenkommandant Josef Kurz folgenden Ausspruch tat: &#8222;Fr\u00fcher wurde es als Ehre betrachtet, zum Wehrf\u00fchrer gew\u00e4hlt zu werden, heut&#8216; schaut es aus, es is a Straf&#8216; oder gar a Schand&#8216;!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re ein leichtes gewesen, einen Wehrf\u00fchrer durch den B\u00fcrgermeister bestimmen zu lassen. Dies wollte aber kaum einer der Ortsbewohner. So lie\u00df sich schlie\u00dflich Herr Alexander Wallner aus St. Agatha 18 herbei, die Wehrf\u00fchrerstelle zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 18. Mai 1947 wurde die 1. Jahresversammlung nach dem Krieg im Gasthaus &#8222;Agathawirt&#8220; abgehalten und folgendes Kommando gew\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wehrf\u00fchrer: Alexander Wallner, St. Agatha 18<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stellvertreter: Rudolf Pilz, Reitern 18<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schriftf\u00fchrer: Friedrich Unterberger, Au 38<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kassier: Christian Kain, St. Agatha 48<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeugwart: Josef Engleitner, St. Agatha 26<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zugf\u00fchrer Au: Christian Liebhart, Au 8<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeugwart Au: Zierler Wilhelm, Au 3<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zugf\u00fchrer Steeg: Johann Pilz, Steeg 3<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeugwart Steeg: Johann Lahner, Steeg 4<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zugf\u00fchrer Stambach: Leopold Gaisberger, Stambach 7<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeugwart Stambach: Martin Unterberger, Stambach 34<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kassenpr\u00fcfer: Alois Winterauer, Edt 17, Johann Schilcher, Edt 2<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1948 wurde der Ankauf einer neuen Motorspritze Fabrikat Rosenbauer RW 80 beschlossen. Preis 9.625,40 Schilling. Die feierliche Einweihung fand unter Teilnahme der Feuerwehren Goisern, Lasern, Untersee, Riedln sowie der Fabriksfeuerwehr beim Steegwirt am 25. September 1949 statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wehrf\u00fchrer Alexander Wallner legte 1951 seine Funktion zur\u00fcck. Er verstand es ausgezeichnet, mit seinen Kameraden die stark ausgeblutete Wehr nach dem Kriege wieder aufzurichten und Veranstaltungen zu organisieren, um mit deren Erl\u00f6sen die n\u00f6tigen Ger\u00e4te anzuschaffen. Wallner war ein vorbildlicher Kamerad und mit seiner geselligen Art stets gesch\u00e4tzt in der Bev\u00f6lkerung. Er war bis zu seinem Ableben im Jahr 1978 immer ein G\u00f6nner unserer Wehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Nachfolger f\u00fcr den zur\u00fcckgetretenen Alexander Wallner, wurde Franz Kunze gew\u00e4hlt, der die Funktion jedoch nicht annahm. So w\u00e4hlte man den bisherigen Kassier Christian Kain, St. Agatha 48, zum neuen Kommandanten. Kassier wurde Alois Rastl, St. Agatha 44.<\/p>\n\n\n\n<p>Hatte im Jahr 1949 der L\u00f6schzug Au eine neue Motorspritze RW 80 erhalten, wurde im Jahr 1954 eine neue Tragkraftspritze f\u00fcr den L\u00f6schzug in St. Agatha angeschafft. Die Rosenbauerpumpe R 75 kostete damals 13.262,- Schilling. Die Feuerwehr war nun mit Motorspritzen gut ausger\u00fcstet. Die R 75 von St. Agatha steht heute noch teilweise im Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Motorisierung war in dieser Zeit nicht zu bremsen. Motorr\u00e4der f\u00fcr die M\u00e4nner waren an der Tagesordnung, aber auch schon Autos hatten der eine oder der andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am 1. Dezember 1954 wurde ein umgebauten Personenkraftwagen um 4.200,- Schilling erstanden. Die Kassa wies zwar einen Schuldenstand von 79,07 Schilling auf, aber man war der Zeit entsprechend ausger\u00fcstet.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht vorn 21. auf den 22. J\u00e4nner 1954 gab es Hochwasseralarm. Es regnete sehr stark in diesen J\u00e4nnertagen. Beim Schindergrabenbach brach das Eis, und dieses staute sich dann unmittelbar beim Forsthaus. Das unmittelbar darunter liegende Haus des Herrn Willi Schn\u00f6ll vulgo B\u00fchelmann in St. Agatha 24 mu\u00dfte ger\u00e4umt werden. Es entstand betr\u00e4chtlicher Schaden an Mobilar, Kleidung und Fluren. Die Br\u00fccke beim F\u00f6rsterhaus mu\u00dfte gesprengt werden, um dem Eisstau Herr zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>War man anf\u00e4nglich von der Mobilit\u00e4t der Wehr begeistert, f\u00fchrte man bereits ein Jahr darauf schon Klage. Die Instandhaltungskosten des Feuerwehrfahrzeuges belasteten den Kassas\u00e4ckl betr\u00e4chtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wehrf\u00fchrer Christian Kain trat im Jahr 1957 aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden zur\u00fcck. Kain hatte mit dem Ankauf einer neuen Tragkraftspritze und er Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges in der Feuerwehr St. Agatha eine neue Epoche der Technisierung eingeleitet. Veranstaltungen wurden organisiert, um finanziell mit den Anschaffungskosten mithalten zu k\u00f6nnen. Im November 1958 wurde Altkommandant Christian Kain unter gro\u00dfer Beteiligung der Wehr zu Grabe getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachfolge Kains trat f\u00fcr kurze Zeit sein Stellvertreter Franz Haischberger, St. Agatha 15, an. Haischberger erkl\u00e4rte sich bereit, die Wehr nur interimistisch bis zur Wahl eines neuen Kommandanten zu f\u00fchren. Er selbst k\u00f6nne diese Funktion nicht \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder mu\u00dften einige Sitzungen abgehalten werden, um einen geeigneten Kameraden zu finden, der die Verantwortung \u00fcber unsere Wehr \u00fcbernahm. Hermann Engleitner aus St. Agatha 26, der sich bei der Organisation der Faschingsz\u00fcge bereits hervorgetan hatte, wurde zum neuen Kommandanten erkoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis der am 23. 3. 1958 im Gasthaus Kunze stattgefundenen Kommandowahl:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp; Kommandant: Hermann Engleitner, St. Agatha 26<br>&nbsp;&nbsp; Stellvertreter: Franz Haischberger, St. Agatha 15<br>&nbsp;&nbsp; Zugskommandant Agatha: Johann Schenner, St. Agatha 10<br>&nbsp;&nbsp; Zugskommandant Au: Englbert Kunze, Au 16<br>&nbsp;&nbsp; Zugskommandant Stambach: Franz Aschauer, Stambach 36<br>&nbsp;&nbsp; Schriftf\u00fchrer: Ernst Kaiser, St. Agatha 53<br>&nbsp;&nbsp; Kassenf\u00fchrer: Leopold Webinger, Reitern 4<br>&nbsp;&nbsp; Zeugwart Agatha: Alois Scheuchl, St. Agatha 5<br>&nbsp;&nbsp; Zeugwart Au: Alois Scheutz, Au 28<br>&nbsp;&nbsp; Zeugwart Stambach: Leopold Gaisberger, Stambach 7<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Engleitner bem\u00fchte sich nun sehr um die Ausbildung der L\u00f6schmannschaften f\u00fcr den Brandeinsatz. Intensive Schulungen sowie die w\u00f6chentlichen \u00dcbungen wurden eingef\u00fchrt. Es galt die Mannschaft auf die technischen Ger\u00e4te optimal einzustellen. Kurse an der O\u00d6. Landesfeuerwehrschule wurden absolviert. Er selbst besuchte den Kommandantenlehrgang und legte die Kommandantenpr\u00fcfung erfolgreich ab. Kommandant Engleitner war somit der erste gepr\u00fcfte Kommandant unserer Feuerwehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Beschaffung neuer Ger\u00e4te war man sehr aktiv. Der Druckschlauchbestand wurde von EK-Kupplungen auf neue Storz-Kupplungen umger\u00fcstet. Im Jahr 1959 wurde bereits ein zweiter Feuerwehrwagen angeschafft. Die L\u00f6schgruppe Au erhielt um 14.000,- Schilling einen VW-Bus. Die L\u00f6schgruppe brachte selbst einen Betrag von 5.000,- Schilling f\u00fcr den Fahrzeugankauf auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1959 wurde von der L\u00f6schgruppe Agatha das bronzene Leistungsabzeichen erworben. Da die L\u00f6schgruppe Au begreiflicher Weise nicht nachstehen wollte, errang sie im Jahr 1960 das FLA in Bronze.<\/p>\n\n\n\n<p>Hochwasseralarm gab es wieder im August 1960. Lang anhaltende intensive Regenf\u00e4lle lie\u00dfen die Gebirgsb\u00e4che anschwellen. Parallelen zu 1920 wurden schon angestellt. Da die Zlanbachregulierung im Bereich des Madlpolsters noch nicht fertiggestellt war, galt es dort mit letztem Einsatz, ein Austreten zu verhindern. Einige Nadelb\u00e4ume wurden in den rei\u00dfenden Gebirgsbach geh\u00e4ngt und somit ein Durchbrechen beim Madlb\u00fchel verhindert. Eine Katastrophe f\u00fcr den \u00f6stlichen Ortschaftsteil von St. Agatha konnte abgewendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00f6schgruppe in Stambach wurde im Jahre 1960 in einen Hydrantentrupp umgewandelt. Die Reparatur der Motorspritze R 25, die seinerzeit vom S\u00e4gewerksbesitzer Fritz Aschauer bezahlt wurde, war nicht mehr rentabel. Von einer Neuanschaffung hielt man Abstand. Die Mobilit\u00e4t und der gute Ausbildungsstand der beiden L\u00f6schz\u00fcge in Au und St. Agatha gew\u00e4hrleisteten einen ausreichenden Brandschutz. Die Zentralisierung der L\u00f6schkr\u00e4fte nahm somit ihren Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober 1960 legten M\u00e4nner der L\u00f6schgruppe Au und St. Agatha in Linz die silberne Leistungspr\u00fcfung ab. Ein stolzer Ausbildungserfolg. Folgende M\u00e4nner waren nun berechtigt, das FLA in Silber zu tragen: Hermann Engleitner (Agatha), Bertl Kunze (Au), Franz Pilz (Reitern), Hannes Sams (Steeg), Ernst Maislinger (Au), Alois Kain (Agatha), G\u00fcnther Lahner (Sarstein), Balthasar Eisl (Au) und Josef Gassenbauer (Au).<\/p>\n\n\n\n<p>Noch im November 1960 baute man mit dem Agathaer-Wagen einen Unfall, Totalschaden. Eine Zeit lang hatte nun die L\u00f6schgruppe Agatha keinen Einsatzwagen. Intensive Beratungen \u00fcber eine m\u00f6gliche Neuanschaffung begannen. Eine gewisse unangenehme Erfahrung hatte man mit dem Auer Wagen. Bei einer \u00dcbung in der P\u00f6tschen war es nicht m\u00f6glich, den vollbesetzten VW-Bus die starke Steigung hinaufzubringen. So kam man zu dem Entschlu\u00df, auf jeden Fall einen neuen Wagen anzukaufen. Einen Ford FK 1250 zog man in Betracht. Ein Finanzierungsplan f\u00fcr die Anschaffungskosten von 78.000,- Schilling wurde erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Brand im M\u00e4rz 1961 in der Stieger Wiesen\/Herndl machte die M\u00e4nner damals um eine Erfahrung reicher. Da die L\u00f6schgruppe Agatha kein Einsatzfahrzeug hatte, r\u00fcckte nur die L\u00f6schgruppe Au mit ihrem VW-Bus aus. Die steile Steigung am Herndlersberg konnte nicht bew\u00e4ltigt werden, so behinderte man teilweise nachkommende Einsatzfahrzeuge. Ein laues Gef\u00fchl hatte man nun, da ja der neue Wagen auch nicht gel\u00e4ndeg\u00e4ngig war und auch keinen Allradantrieb hatte. Neue \u00dcberlegungen wurden angestellt, bis schlie\u00dflich eine Probefahrt mit einem Land-Rover durch die sogenannte Rath-Lucka Gewissheit \u00fcber die neue Einsatzfahrzeug-Type brachte. Ein gel\u00e4ndeg\u00e4ngiger, mit Allradantrieb ausgestatteter Land-Rover wurde um den Betrag von 108.000,- Schilling bestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser hohe Geldbetrag wurde durch eine Haussammlung (jeder Hausbesitzer m\u00f6ge einen Meter Brennholz spenden) durch ein zinsenloses Darlehen der Volksbank Bad Goisern sowie durch Privatdarlehen in der H\u00f6he von 10.000,- Schilling und einer Subvention von 15.000,- Schilling des O\u00d6. Landesverbandes finanziert. Von der Marktgemeinde Bad Goisern wurde eine Subvention von 5.000,- Schilling zugeschossen. Der Beschlu\u00df wurde anl\u00e4\u00dflich einer, zu diesem Zweck einberufenen, au\u00dferordentlichen Jahresversammlung beim Ferdin gefa\u00dft. Im J\u00e4nner 1962 konnte das neue Einsatzfahrzeug feierlich in Empfang genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskussionen, ob man nicht die beiden L\u00f6schz\u00fcge Au und Agatha zusammenlegen m\u00f6ge, flammten auf. Der Lokalpatriotismus war noch zu stark, die Zeit f\u00fcr eine Zentralisierung noch nicht reif.<\/p>\n\n\n\n<p>Besch\u00e4mend f\u00fcr unsere Feuerwehr war der Brandeinsatz am 19. Juni 1962 beim Agathawirt. Der Dachstuhl unseres Zugskommandanten Johann Schenner hatte Feuer gefangen. Schenner eilte in die Zeugst\u00e4tte und holte Schl\u00e4uche und die n\u00f6tigen Armaturen, um eine L\u00f6schleitung vorn nahe gelegenen Hydranten zu verlegen. Die erste L\u00f6schhilfe war alsbald installiert, als zuf\u00e4llig ein Reisebus vorbeikam, die Rauchentwicklung sah, und in gutem Willen Hilfe leisten wollte, sie eilten in die offen stehende Zeugst\u00e4tte und holten Schl\u00e4uche und Schl\u00e4uche, nat\u00fcrlich auch noch einige mit EK-Kupplungen. Zu allem \u00dcberdru\u00df kuppelten sie die intakte L\u00f6schleitung vom Hydranten ab. Zugskommandant Schenner gelang es nicht mehr, Ordnung herzustellen uns so mu\u00dfte er den Brand mit ein paar Eimern Wasser m\u00fchselig allein l\u00f6schen. Dieser Einsatz zeigte die gro\u00dfe Notwendigkeit einer funktionierenden Lotsengruppe auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 22. Dezember 1962 brannte die Waschk\u00fcche beim Gasthaus Ferdin in Au. Wir waren gemeinsam mit den Feuerwehren Goisern und Untersee im Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende November 1963 gab es um 1\/2 10 Uhr abends Feueralarm. Die L\u00f6schmannschaft wurde durch die inzwischen neu am Agathawirtsstadel installierte Sirene FS 8 herbeigerufen. Niemand wu\u00dfte recht &#8222;was los ist&#8220;, irgendwo in Obersee brennt es. So fuhr man schlie\u00dflich nach der neuen Forststra\u00dfe Richtung Obersee. Dort brannte tats\u00e4chlich in der N\u00e4he der Station Gosaum\u00fchle ein Eisenbahnwaggon. Das Feuer war aber schon durch das rasche Eingreifen der L\u00f6schgruppe Obersee \/ F.F. Untersee gel\u00f6scht worden. Wieder wurden neue \u00dcberlegungen angestellt, der Wunsch galt einer raschen Verst\u00e4ndigung, vielleicht \u00fcber Telefon oder gar Funk?<\/p>\n\n\n\n<p>1964 begann man mit der Ausbildung einer Jugendgruppe in St. Agatha. Gruppenkommandant Josef Schiendorfer, St. Agatha 8, war ein wahrhaft ausgezeichneter Ausbilder. Er verstand es musterg\u00fcltig, die Jugend zu Motivieren und zu f\u00fchren. Noch im selben Jahr, n\u00e4mlich im Dezember, absolvierte die ganze Gruppe den Grundlehrgang an der O\u00d6. Landesfeuerwehrschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Jahre 1964 wurde f\u00fcr die irreparable RW 80 der L\u00f6schgruppe Au eine neue Tragkraftspritze angekauft. Nach l\u00e4ngeren hei\u00dfen Diskussionen wurde schlie\u00dflich der schweren VW-Automatic der Vorzug gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz des Jahres 1966 gab es um 1\/2 2 Uhr nachts Gro\u00dfalarrn. Der gef\u00fcrchtete Gaskanal im Elektrodenwerk brannte. Gro\u00dfe Anlagenteile gl\u00fchten bereits und ein schon gl\u00fchender Ventilator sorgte f\u00fcr die n\u00f6tige Abluft, um die akute Explosionsgefahr zu bannen. Stundenlang waren unsere beiden L\u00f6schz\u00fcge Agatha und Au gemeinsam mit den Nachbarfeuerwehren in pausenlosem Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Stra\u00dfenneubau im Jahre 1967 sollte unsere Zeugst\u00e4tte abgebrochen werden, teilte das Amt der O\u00d6. Landesregierung mit. Durch geschickte Verhandlung erzielte unser Kommandant Engleitner eine Abl\u00f6sesumme von 90.000,- Schilling. Im Mai 1967 wurde eine leistungsstarke Vorbaupumpe am Land-Rover f\u00fcr einen Kostenaufwand von 38.800,- Schilling aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Reinhard Winterauer wurde 1967 zum Gruppenkommandanten der L\u00f6schgruppe St. Agatha ernannt. Er l\u00f6ste Christian Aschauer, der ein Jahr zuvor ernannt wurde, ab. Im Juli 1967 absolvierte Winterauer die Kommandantenpr\u00fcfung in Linz und war somit der zweite gepr\u00fcfte Kommandant in der Wehr. Genaue Aufzeichnungen \u00fcber den \u00dcbungs- bzw. Einsatzverlauf wurden eingef\u00fchrt. Die Jugend dr\u00e4ngte immer mehr in den Vordergrund, was aber nicht hie\u00df, da\u00df die \u00c4lteren verdr\u00e4ngt wurden. Diese \u00fcberlie\u00dfen gerne die Aktivit\u00e4t den J\u00fcngeren. Zahlreiche Lehrg\u00e4nge an der O\u00d6. Landesfeuerwehrschule wurden besucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli 1967 schwoll nach einem Gewitterregen der L\u00e4rchenbach derart an, da\u00df Hochwasseralarm gegeben werden mu\u00dfte. Das Wohnhaus des Herrn Josef Greunz, Steeg 41, wurde \u00fcberflutet. Beide L\u00f6schgruppen, Au und St. Agatha, waren am Einsatz beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der am 17. M\u00e4rz 1968 im Gasthaus Kunze in Au stattgefundenen Kommandowahl l\u00f6ste Reinhard Winterauer, Edt 17, den im Jahre 1963 zum Stellvertreter gew\u00e4hlten Englbert Kunze ab. Man vertrat damals die Meinung, ein Vertreter der agilen Jugend m\u00f6ge im Kommando sein. Christian Kain, St. Agatha 48, wurde anstatt des ausscheidenden Alois Scheuchl zum Zeugwart gew\u00e4hlt. Johann Fischer wurde Gruppenkommandant in Agatha.<\/p>\n\n\n\n<p>Winterauer absolvierte noch im April 1968 den Funklehrgang, und schon im Juli 1968 wurde f\u00fcr den Land-Rover ein mobiles 11-m-Band-Ger\u00e4t und ein Handsprechger\u00e4t angekauft. Vom Ankauf eines zweiten Ger\u00e4tes f\u00fcr den Einsatzwagen in Au wurde vorl\u00e4ufig Abstand genommen. Gruppenkommandant Bertl Kunze meinte, da\u00df der nicht vollzogene Generationswechsel (bedingt durch ausw\u00e4rtige Arbeitspl\u00e4tze) nun seine ersten Spuren hinterlasse. Die Aktivit\u00e4t der einst so agilen Gruppe nahm sp\u00fcrbar ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfalarm gab am 16. August 1969 wieder. Um ca. 4 Uhr nachmittags heulten in ganz Goisern die Sirenen. Dicke schwarze Rauchschwaden waren \u00fcber dem, Herndlersberg zu sehen. \u00dcber Funk war zu erfahren, der W\u00f6lf\u00f6stadl, das Wirtschaftsgeb\u00e4ude des Herrn Johann Reisenb\u00fcchler in Rehkogl 5, brannte. Als die Feuerwehren zum Einsatzort gelangten, stand das ganze Geb\u00e4ude in Flammen. Innerhalb kurzer Zeit krachte der Dachstuhl unter der Feuersbrunst zusammen. Ein Teil des Viehs konnte gerettet werden. Ein im Vorstall gelagertes Fa\u00df Benzin n\u00e4hrte ausgiebig das durch Kinderbrandstiftung entstandene Inferno. Die L\u00f6schaktionen gestalteten sich infolge akuten Wassermangels sehr schwierig. Nur die von der WG Stambach-Berg installierten Hydranten konnten zur Wasserversorgung herangezogen werden. Der von der Feuerwehr Goisern zuvor erworbene, gebrauchte Tankwagen kam nur m\u00fchsam zur Einsatzstelle. Nur der externen Situierung des Geb\u00e4udes war es zuzuschreiben, da\u00df nicht weiterer Schaden entstand. Eingesetzte Feuerwehren: Riedln, Lasern, Berg, Goisern, Ramsau und St. Agatha.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur ein halbes Jahr sp\u00e4ter, n\u00e4mlich 29. Dezember 1969, brach in der Tischlerei Stieger in Stambach ein Gro\u00dffeuer aus. Kurz nach Mitternacht rissen die pausenlos heulenden Sirenen die L\u00f6schmannschaften aus dem Schlaf. Die gesamte Tischlerei glich einem Feuerball. Die klirrende K\u00e4lte erschwerte die Brandbek\u00e4mpfung. Unsere Wehr mit dem L\u00f6schzug Agatha nahm an der Brandbek\u00e4mpfung ebenfalls teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der im M\u00e4rz 1970 im Gasthaus &#8222;Agathawirt&#8220; stattgefundenen Jahresversammlung \u00fcbergab der inzwischen zum B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlte Kommandant Hermann Engleitner die Gesch\u00e4fte provisorisch seinem Stellvertreter. Bei dieser Versammlung wurde auch der Neubau der Feuerwehrzeugst\u00e4tte beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Zeugst\u00e4tte sollte am selben Platz, jedoch weiter r\u00fcckw\u00e4rts errichtet werden. Die Mehrheit der Anwesenden entschied sich zum Aufbau mit Robot-Leistung. Die neue Zeugst\u00e4tte sollte zwei Garagen, einen Schulungsraum sowie einen 14 m hohen Schlauchturm erhalten. Die L\u00f6schgruppe in Au wurde nun, was sich schon einige Jahre zuvor abgezeichnet hatte, offiziell aufgel\u00f6st. Die Feuerwehrger\u00e4te und das Einsatzfahrzeug sollten in der neuen Zeugst\u00e4tte untergebracht werden. W\u00e4hrend des Baues wurden die Ger\u00e4te des L\u00f6schzuges Agatha im Agathawirtsstadel untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die neue Zeugst\u00e4tte in den 70iger Jahren<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Depotalt_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"572\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Depotalt_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-189\" title=\"Depot alt\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Eine, fast k\u00f6nnte man sagen galoppierende Entwicklung nahm ihren Anfang. Noch w\u00e4hrend des Zeughausbaues wurde mit der Feuerwehr Untersee bez\u00fcglich einer Fusionierung der beiden Wehren verhandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. September 1971 wurde der Zusammenschlu\u00df vollzogen, die Feuerwehr Untersee aufgel\u00f6st und die Ger\u00e4te sowie die Mitglieder \u00fcbernommen. Am 27. September 1971 wurde die neu errichtete Zeugst\u00e4tte geweiht und ihrer Bestimmung \u00fcbergeben. 3840 freiwillig geleistete Arbeitsstunden und einige bezahlte wurden aufgewendet. Die Organisation lag in den H\u00e4nden von Kommandant-Stellvertreter Winterauer.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser st\u00fcrmischen Entwicklung, erwarben im Juli 1970 achtzehn Kameraden das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und 9 Kameraden das FLA in Silber beim Landesleistungsbewerb in Sch\u00e4rding.<\/p>\n\n\n\n<p>Riesige Rauchschwaden konnte man am 22. Mai 1971 auf der P\u00f6tschenh\u00f6he sehen. Es wurde Gro\u00dfalarm gegeben. Ein Omnibus brannte lichterloh direkt auf der Landesgrenze am P\u00f6tschenpa\u00df. Eine 450 m lange L\u00f6schleitung wurde vom Lupitschbach auf der steirischen Seite gemeinsam mit den steirischen Nachbarfeuerwehren verlegt. Zu retten war nichts mehr. Der Bus brannte v\u00f6llig aus, zum Gl\u00fcck kamen Personen nicht zu Schaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Einsatz vertiefte die Beziehungen zu den steirischen Nachbarfeuerwehren. Unser Kommandant H. Engleitner erhielt im Jahr 1972 aus den H\u00e4nden des Ausseer Expositurleiters Dr. Mayer sowie des Ausseer Oberabschnittskommandanten Willi Grieshofer das steirische Landesfeuerwehrverdienstkreuz 3. Stufe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Monate nach dem Omnibusbrand auf der P\u00f6tschenh\u00f6he brannte am 15. Oktober 1971 bei der oberen P\u00f6tschenkehre ein LKW. Durch die rasche Alarmierung und durch das prompte Ausr\u00fccken der Feuerwehr konnte der Brand rechtzeitig gel\u00f6scht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sich die Eins\u00e4tze am P\u00f6tschen immer mehr h\u00e4uften, \u00fcberlegte man, geeignete Ma\u00dfnahmen zu setzen, um eine effektive Einsatzhilfe gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Ein schnelles Motorrad, best\u00fcckt mit Funkger\u00e4t und Handfeuerl\u00f6schern, wurde in Erw\u00e4gung gezogen, aber auf Grund der leicht m\u00f6glichen Unfallgefahr wieder zur\u00fcckgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reorganisation der Mitglieder in wirklich aktive, in altgediente und in unterst\u00fctzende Kameraden war damals ein Gebot der Stunde. Die \u00dcbungs- und Einsatzbereitschaft der 214 eingetragenen Aktiven war relativ labil. So konnte sich jeder aktive Kamerad zum aktiven Feuerwehrdienst (mindestens 5 Anwesenheiten\/Jahr) verpflichten oder sich als unterst\u00fctzendes Mitglied eintragen lassen. Die Zahl der Unterst\u00fctzenden schwoll nach dieser Reform stark an, die Feuerwehr schrumpfte sich sozusagen gesund.<\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Morgen des 19. Februar 1972 heulten wieder die Sirenen. Das Wohnhaus des Herrn Hermann Feigl in Wildpfad 6 brannte. Durch das rasche und gekonnte Eingreifen der Feuerwehren Goisern, Lasern, Ramsau, Wei\u00dfenbach und St. Agatha konnte das Wohnhaus gerettet werden, lediglich ein Teil des Dachstuhles verbrannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Vormittag des 13. M\u00e4rz 1972, es war sehr f\u00f6hnig an diesem Tag, wurden wir von der Feuerwehr Hallstatt zur nachbarlichen Hilfeleistung gerufen. Aus zwei Wohnh\u00e4usern entlang der Seestra\u00dfe loderten die Flammen. Ein ganzer Ortsteil schien niederzubrennen. Durch das konzentrierte Eingreifen aller L\u00f6schkr\u00e4fte, an dem wir uns auch sehr erfolgreich beteiligten, konnte das \u00c4rgste verhindert werden. Es war ein sehr hektischer Einsatz damals, \u00e4ltere Frauen beteten, Kinder weinten. Nach stundenlangem Einsatz konnte der Brand, vom S\u00fcdwind immer wieder aufs neue angefacht, unter Kontrolle gebracht werden. An diesem Gro\u00dfeinsatz beteiligten sich die Feuerwehren aus Goisern, Lasern, Ramsau, St. Agatha, Obertraun, Bad Ischl, Elektrodenwerk Steeg und selbstverst\u00e4ndlich Hallstatt mit beiden L\u00f6schz\u00fcgen. Eine Katastrophe gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes konnte verhindert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Tage sp\u00e4ter, am 18. M\u00e4rz 1972, es war Samstag nachmittags, brannte der Reithwald. H\u00f6chste Eile war geboten. Der Brand, durch einen Reiserer entfacht, breitete sich rasch aus. Wieder gelang es den M\u00e4nnern der Feuerwehren von Goisern, Lasern, Ramsau und St. Agatha, binnen k\u00fcrzester Zeit der Flammen Herr zu werden. Ein diesbez\u00fcgliches Pauschallob wurde von der Forstverwaltung Bad Goisern ausgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem waren noch weitere Fahrzeugbr\u00e4nde am P\u00f6tschenpa\u00df in diesem Jahr zu verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um etwaige Innenangriffe besser vortragen zu k\u00f6nnen, wurden im Jahre 1972 mit Unterst\u00fctzung des Landesfeuerwehrkommandos 3 schwere Atemschutzger\u00e4te (Pre\u00dfluftatmer) angekauft. Zudem noch eine moderne Mittelschaumausr\u00fcstung. Der von der Feuerwehr Untersee \u00fcbernommene Land-Rover wurde speziell als Angriffsfahrzeug adaptiert, w\u00e4hrend der zweite Land-Rover mit der Vorbaupumpe als Zubringfahrzeug bestimmt wurde. Ein System, das sich bis heute bestens bew\u00e4hrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht weniger als 7 Kurse an der O\u00d6. Landesfeuerwehrschule wurden von 19 Kameraden unserer Wehr im Jahr 1972 besucht. Die Kameraden Johann Fischer und Anton Kain erwarben am 13. Mai 1972 in Linz das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Sie waren somit die ersten Kameraden der Feuerwehr St. Agatha, die die &#8222;Feuerwehrmatura&#8220; abgelegt hatten. Am 14. Juli 1972 bestand die von J. Fischer bestens betreute Jugendgruppe das Jugend-FLA in Grieskirchen. Einen Tag sp\u00e4ter erwarben bei diesem Landesleistungsbewerb 9 Kameraden unserer Wehr das FLA in Silber.<\/p>\n\n\n\n<p>Der historische Zusammenschlu\u00df mit der Feuerwehr Untersee im Jahr 1971 tat seine Wirkung. Die Konzentration der L\u00f6schkr\u00e4fte wurde im gesamten Goiserer Bereich fortgesetzt. Die Feuerwehr Unterjoch kam zu Goisern, die Feuerwehr Riedln zu Lasern. Am 23. April 1972 verhandelten Vertreter unserer Wehr mit der Feuerwehr Berg bez\u00fcglich eines Zusammenschlusses. Es w\u00fcrde vereinbart, die derzeitige Feuerwehr Berg als L\u00f6schzug weiterzuf\u00fchren und bei der Ausbildung der L\u00f6schmannschaften behilflich zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter schlo\u00df sich die Feuerwehr Posern mit der F. F. Goisern zusammen. Aus 10 eigenst\u00e4ndigen Feuerwehren im Gemeindegebiet Bad Goisern blieben somit nur f\u00fcnf mehr oder minder schlagkr\u00e4ftige Wehren: Goisern-Markt, St. Agatha, Ramsau, Lasern und Wei\u00dfenbach.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der am 11. Feber 1973 durchgef\u00fchrten Kommandowahl im Gasthof &#8222;Agathawirt&#8220; wurde ein v\u00f6llig neues Kommando gew\u00e4hlt. Die von Engleitner und Schiendorfer systematisch aufgebaute Jugend wurde nun mit der Verantwortung betraut.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kommandant: Reinhard Winterauer, Edt 17<br>&nbsp;&nbsp; Stellvertreter: Johann Fischer, P\u00f6tschen 17<br>&nbsp;&nbsp; Zugskommandant: Rudolf Schenner, Untersee 86<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Schriftf\u00fchrer: Erwin Greunz, Sarstein 12<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kassier: Hans Stimitzer, Edt 19<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zeugwart: Sepp Gamsj\u00e4ger, St. Agatha 58<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lotsenkommandant: Anton Kain, St. Agatha 45<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kapellmeister: Walter Pramesberger, St. Agatha 49<\/p>\n\n\n\n<p>Der scheidende Kommandant, B\u00fcrgermeister Hermann Engleitner, wurde zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr St. Agatha ernannt. Zugskommandant Johann Schenner (Agathawirt), Schriftf\u00fchrer Ernst Kaiser sowie Kassier Leopold Webinger wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Leopold Webinger wurde f\u00fcr seine fast 20j\u00e4hrige T\u00e4tigkeit als Kassier mit dem O\u00d6. Landesfeuerwehrverdienstkreuz 3. Stufe ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nicht nachstehen zu m\u00fcssen, erwarb am 19. Mai 1973 auch Kommandant Winterauer das FLA in Gold. Die Jugendgruppe errang beim Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb in St. Konrad den 1. Rang und erreichte beim Landesleistungsbewerb in Perg das Jugend-FLA.<\/p>\n\n\n\n<p>Die im Jahr 1968 angeschafften Kurzwellen-Funkger\u00e4te gew\u00e4hrleisteten nicht die geforderte Betriebssicherheit. Daf\u00fcr wurden nun zwar teurere, aber daf\u00fcr ungleich bessere UKW Funkger\u00e4te im Gesamtwert von S 94.000,- angekauft: eine Fixstation f\u00fcr die Zeugst\u00e4tte, 2 Mobilger\u00e4te f\u00fcr die beiden Land-Rover und 3 Handsprechger\u00e4te. Die Feuerwehr war nun f\u00fcr die Nachrichtenversorgung optimal ausger\u00fcstet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Ausr\u00fcckungen zur neuen M\u00fcllhalde in Untersee gab es im Jahr 1973. Siebenmal mu\u00dften wir kleinere und gr\u00f6\u00dfere Br\u00e4nde bek\u00e4mpfen, bis die M\u00fclldeponie v\u00f6llig neu angelegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Faschingssamstag, dem 3. M\u00e4rz 1973, brach im Wohnhaus des Herrn Fr. Schmaranzer, Untersee 52, ein Zimmerbrand aus. Durch das rasche Eingreifen unserer Feuerwehr konnte der Brand rechtzeitig lokalisiert und gel\u00f6scht werden. Nur das Schlafzimmer und ein Kabinett brannten aus. Die im Kabinett gelagerte Munition stellte dabei eine besondere Einsatzgefahr dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Den in den Vorjahren schon viel diskutierten Fahrzeugbr\u00e4nden am P\u00f6tschenpa\u00df glaubte man mit folgender L\u00f6sung begegnen zu k\u00f6nnen. Das Kommando entschlo\u00df sich im August 1973 zum Ankauf eines leistungsstarken Vorausfahrzeuges. Vom Tankstellenbesitzer Herrn Georg Petter wurde ein \u00fcbertragener PKW Kombi, Type Mazda, um S 44.000,- erworben. Der mit Funkger\u00e4t, Feuerl\u00f6schern und Sanit\u00e4tskasten sowie Bergewerkzeug ausgestattete Kommandowagen erf\u00fcllte alle Erwartungen. Die Unterbringung in der Zeugst\u00e4tte war durch das Schleifen des Pumpenraumes m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbungsbesuch war in dieser Zeit zufriedenstellend. Die im Jahre 1971 eingeleitete Reform zeigte ihre positive Wirkung. Die beiden Gruppenkommandanten Christian Leitner und Herbert Greunz konnten einen durchschnittlichen Besuch von 14 Mann bei den w\u00f6chentlichen \u00dcbungen verbuchen. Man mu\u00dfte ja mindestens f\u00fcnf Anwesenheiten absolviert haben, um im aktiven Stand bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>1974 gab es mehrere kleinere Brandeins\u00e4tze, aber einen bedeutenden Hochwassereinsatz. Ein schier unglaublicher Wolkenbruch im Sandlinggebiet lie\u00df am 21. Juli 1974 den Zlanbach in noch nie dagewesenen Weise anschwellen. Tosend w\u00e4lzten sich die Fluten Richtung Untersee. Beim Haus Nr. 84 (Johann Laserer) wurde die Uferverbauung untersp\u00fclt. Die Fluten gischteten aus dem sonst gut vorbauten Bachbett. Die zwei in den Bach geh\u00e4ngten Fichten konnten anf\u00e4nglich das \u00c4rgste verhindern. Die ungeheuren Wassermassen stiegen jedoch weiter an. Der ganze untere Teil der Ortschaft Untersee vom Ziegelstadl bis hinaus zum Letten war von den Wassermassen bedroht. Doch eine weitere st\u00e4mmige Fichte, gut verankert in das tosende Wasser gepischt, bannte die Gefahr, nachdem die Stra\u00dfe in den Letten bereits 30 cm \u00fcberflutet und unpassierbar war. Insgesamt waren 34 M\u00e4nner unserer Feuerwehr und einige Kameraden der Feuerwehr Goisern (die gerade ihr Bierzeit hatte) am Einsatz beteiligt. Zur besseren Einsatzkoordinierung richtete man im Stiegenhaus der Zeugst\u00e4tte eine kleine Kommandozentrale ein. Neben der Funk-Fixstation und des Telefonanschlusses (Nr. 606) wurde auch noch eine beleuchtete Wasserentnahmestellenkarte von Bad Goisern installiert. In dieser Karte sind s\u00e4mtliche nat\u00fcrliche und bauliche Wasserentnahmestellen sowie Hydrandten nach Datensystemen eingetragen. Die ortschaftsweise geschaltete Abrufm\u00f6glichkeit erlaubt ein Erfassen der Bezugsstellen binnen kurzer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Waldbrandgefahr bestand, als am 13. Juni 1975 ein Muli (Lastenschlepper) vollbeladen mit Heu, auf dem Weg zum Jochbauern mitten im Wald Feuer fing. Das prompte Eingreifen der Feuerwehr Agatha, aber vor allem der Feuerwehr Goisern mit ihrem Tankl\u00f6schfahrzeug, welches vom 550 m entfernten Wei\u00dfenbach gespeist wurde, verhinderte eine Ausbreitung. Sogar das Kraftfahrzeug wurde damals noch gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere Eins\u00e4tze gab es anl\u00e4\u00dflich einer Unwetterkatastrophe am 4. und 5. Juli 1975. In Steinach suchte sich ein Wildbach seinen eigenen Weg, der Rassingbach kam zum erstenmal nach der Stra\u00dfe daher, bei Herrn Franz Schilcher vulgo Gori in Unterjoch 2 stand der Stall unter Wasser. Bei Herrn Willi Unterberger vulgo Perlbauer in Stambach 19 in der M\u00fchlau dr\u00fcckten die Oberfl\u00e4chenw\u00e4sser das Garagentor ein und \u00fcberfluteten den Keller samt allen Vorr\u00e4ten. Auch die Bundesstra\u00dfe 166 oberhalb der Ortschaft Steeg wurde in dieser Nacht durch eine Mure versch\u00fcttet. S\u00e4mtliche Feuerwehren von Bad Goisern waren die ganze Nacht permanent im Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Nochmals in diesem Jahr, n\u00e4mlich am 4. September 1975, gab es in der Nacht anl\u00e4\u00dflich eines Unwetters Hochwasseralarm. Kellerr\u00e4ume in St. Agatha und Untersee waren \u00fcberflutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die L\u00f6schwasserf\u00f6rderung \u00fcber lange Wegstrecken leichter bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, wurde ein Schlauchanh\u00e4nger (Marke: Christian Laimer) mit einem Fassungsraum von 560 in B-Schl\u00e4uchen angefertigt; Der in Eigenregie gebaute Schlauchanh\u00e4nger bew\u00e4hrte sich bei den nachfolgenden Eins\u00e4tzen bestens.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer mehr Sorgen bereiteten dem Kommando die hohen Instandhaltungskosten der beiden Land-Rover. Besonders der von der Feuerwehr Untersee \u00fcbernommene Wagen (Baujahr 1958) war enorm reparaturanf\u00e4llig. So begann man mit der Erkundung eines geeigneten Ersatzfahrzeuges, und zumal die Ertr\u00e4ge gewisser Veranstaltungen einen breiteren Spielraum lie\u00dfen, konzentrierte man sich auf ein neues Fahrzeug.<\/p>\n\n\n\n<p>Der in den Vorjahren im Bezirk Gmunden aufgestellten F+ B- Bereitschaft geh\u00f6rte auch unsere Feuerwehr an. Gemeinsam mit den Feuerwehren Rindbach, Pfandl und Bad Ischl bildeten wir den 3. Feuerl\u00f6schzug und nahmen an den j\u00e4hrlichen Bezirks\u00fcbungen teil. Am 18. Oktober 1975 wurde f\u00fcr ein solche Gesamt\u00fcbung ein Tankwagenunfall mit darauffolgendem Waldbrand angenommen. Auch ausflie\u00dfendes Mineral\u00f6l mu\u00dfte beherrscht werden. Diese Monster\u00fcbung, an der \u00fcber 50 Einsatzfahrzeuge des Bezirkes Gmunden teilnahmen, war ein voller Erfolg. Sie wurde vom anwesenden Landesfeuerwehrkommandanten LBD Karl Salcher entsprechend gelobt. Die Einsatzleitung oblag dem Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Josef Hummer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jahr 1976 war besonders ereignisreich und ging in die Chronik als das Jahr der Waldbr\u00e4nde im inneren Salzkammergut ein. Im Fr\u00fchjahr waren bei der unteren P\u00f6tschenkehre und in der N\u00e4he des Elektrodenwerkes zwei kleinere Waldbr\u00e4nde zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischendurch, am 5. Juni 1976, brach um 21.30 im Gasthaus Haas, Untersee 5, ein Dachstuhlbrand aus. Beim Eintreffen der L\u00f6schkr\u00e4fte loderten bereits meterhoch die Flammen am Dach empor. Durch den zum Teil waghalsigen Einsatz der Feuerwehrm\u00e4nner aus St. Agatha und Goisern konnte der Brand in aufopfernder Weise derart bek\u00e4mpft werden, da\u00df er sich nur auf die Ausbruchstelle beschr\u00e4nkte. Durch gezielten L\u00f6schangriff mit schwerem Atemschutz von der Innenseite war der L\u00f6scheffekt bestechend, Wassersch\u00e4den wurden dadurch v\u00f6llig vermieden. Man k\u00f6nnte diesen Einsatz schlechthin als Glanzleistung bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Wochen sp\u00e4ter, am 3. Juli 1976, wurden wir als Angeh\u00f6rige der F+B-Bereitschaft alarmiert. Seit Freitag, den 2. Juli, vormittags loderte am Zimnitzgrat bei Bad Ischl ein Waldbrand. Es gelang zwar den L\u00f6schmannschaften, den Brand in \u00fcber 1500 m Seeh\u00f6he unter Kontrolle zu bringen, aber zum L\u00f6schen fehlte einfach das notwendige Wasser. Dieses wurde erstmals in der Geschichte der Feuerwehren Ober\u00f6sterreichs mit Hubschraubern transportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>So galt es, eine L\u00f6schleitung vom Wirlingbachloch (ca. 700 m Seeh\u00f6he) zum Brandplatz zu verlegen. Ein gigantisches, schier unvorstellbares Vorhaben der Einsatzleitung (Bezirkskommandant Hummer, Hofrat Astegher). Samstag nachmittags wurde der 1. Teil der L\u00f6schleitung unter Zwischenschaltung von 10 Tragkraftspritzen bis zum Hubschrauberabsetzplatz am Gartenmaad (ca. 1.100 m Seeh\u00f6he) aufgebaut. Bei gl\u00fchender Hitze (32\u00b0 C im Schatten) wurde von den Mannschaften \u00dcbermenschliches geleistet.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Aufbau der L\u00f6schleitung \u00fcberwachte unser Kommandant. Nachdem ca. 1600 m Schl\u00e4uche im steilen Gel\u00e4nde verlegt und die Pumpen in Stellung gebracht wurden, konnte um 18 Uhr Wasser bei Pumpe 10 gemeldet werden. Dadurch, da\u00df sich der Aufbau der 2. Leitung verz\u00f6gerte, erhielt unser Kommandant den Auftrag, am n\u00e4chsten Tag auch die L\u00f6schleitung vom Gartenmaad bergw\u00e4rts zu kommandieren. Mit wertvoller Hubschrauberassistenz wurden 11 weitere Tragkraftspritzen in Stellung gebracht, nochmals 1800 m Schl\u00e4uche verlegt. Schlie\u00dflich konnte man nach ca. 3 Stunden das L\u00f6schwasser bis zum Brandplatz f\u00f6rdern. Ein fast undurchf\u00fchrbares Unternehmen war gegl\u00fcckt. Eine wahrhaftige Meisterleistung aller eingesetzten M\u00e4nner, insbesondere der Maschinisten. Die l\u00e4ngste Relaisschaltung mit 21 Tragkraftspritzen und 800 m H\u00f6henunterschied war ca. 6 Stunden lang in Betrieb, dann war der Brand gel\u00f6scht.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Feuerwehren der F+B-Bereitschaft Gmunden, die Feuerwehren des inneren Salzkammergutes sowie ein Zug der F+B-Bereitschaft Sch\u00e4rding waren bei diesem Monstereinsatz aufgeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die lang anhaltende permanente Trockenheit, bei der der Humus zu gut brennbarem Material wurde, f\u00f6rderte die akute Waldbrandgefahr in der damaligen Zeit. Durch die Medien wurde die Bev\u00f6lkerung wiederholt zu besonderer Vorsicht ermahnt. Auch im Salzburgischen bei Golling w\u00fctete damals ein Waldbrand wochenlang.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum ein paar Tage sp\u00e4ter, am 9. Juli 1976, z\u00fcndete ein trockener Blitz um 1\/2 9 Uhr vormittags am Plattenkogel im Ramsaugebirge in Steeg eine L\u00e4rche, die sofort Feuer fing. Nachdem sich der Brand infolge der Trockenheit rasch ausbreitete und eine Verkarstung des ganzen Ramsaugebirges drohte, wurde wiederum F+B-Alarrn gegeben. Die Ausbruchstelle in ca. 800 in Seeh\u00f6he war durch die steile Gel\u00e4ndebeschaffenheit nur von Alpinisten erreichbar. Umgehend wurden Helikopter von der Bundesheerhubschrauberstaffel in Aigen alarmiert. Eine Brandbek\u00e4mpfung aus der Luft brachte keine Erfolge. So begann man den m\u00fchevollen Aufbau der L\u00f6schleitung, ausgehend von der Traun bis zum Brandplatz. S\u00e4mtliche Tragkraftspritzen mu\u00dften mit dem Hubschrauber aufgeflogen und abgeseilt werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Ramsaugebirg_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"286\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Ramsaugebirg_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-190\" title=\"Ramsaugebirge\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso die Schl\u00e4uche und alle wasserf\u00fchrenden Armaturen. Um 4 Uhr nachmittags konnte die Brandbek\u00e4mpfung mit 3 Strahlrohren aufgenommen werden. Den Brand brachte man infolge Windbeg\u00fcnstigung rasch unter Kontrolle. Erfahrungen vom Waldbrand in Bad Ischl konnten mitunter verwertet werden. Wieder ein Pauschallob der Mannschaften aller Feuerwehren des inneren Salzkammergutes. Eine Leistung, die allgemeinen hohen Respekt der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber den Feuerwehren brachte. Den Einsatz leitete Bezirkskommandant OBR Hummer, w\u00e4hrend unser Kommandant wieder den Aufbau der L\u00f6schleitung und die Brandbek\u00e4mpfung leitete.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum von den Strapazen der vergangenen Eins\u00e4tze erholt und die Ger\u00e4te wieder versorgt, gab es am 18. Juli wieder Waldbrandalarm. Ein Blitz z\u00fcndete am Rauherkogel bei Obertraun den Wald. Nachdem die Einsatzstelle zu Fu\u00df direkt nicht erreichbar war, wurde sofort die Hubschrauberstaffel wieder alarmiert und die ersten L\u00f6schmannschaften aus dem Hubschrauber \u00fcber der Brandstelle abgeseilt. Es hie\u00df aussteigen vor den Seew\u00e4nden, 800 m \u00fcber dem Erdboden, um dann abgesetzt zu werden. Nicht jedes Feuerwehrmannes Sache. So kristallisierte sich sozusagen eine Profitruppe aus M\u00e4nnern der Feuerwehr Obertraun, Hallstatt, Goisern und nat\u00fcrlich St. Agatha heraus. Mit Schanzwerkzeugen und Motors\u00e4gen konnte der Brand vorerst unter Kontrolle gebracht werden. Bis nach Mitternacht die am Einsatzort biwakierende Brandwache aufgescheucht wurde. Der Brand breitete sich unter der Oberfl\u00e4che im Humus weiter aus. Ein Verlassen des Brandgebietes war in diesem Gel\u00e4nde kaum m\u00f6glich, schon gar nicht mit den Ger\u00e4tschaften. Auch eine Hubschrauberlandung in diesem steil abfallenden Gel\u00e4nde war nicht m\u00f6glich. Durch diese Notsituation gedr\u00e4ngt, begann man zur fr\u00fchen Morgend\u00e4mmerung mit dem Bau des Adlernestes, wie es von den M\u00e4nnern genannt wurde. Direkt am Abfall der Seew\u00e4nde wurde aus dem umgehackten Rundholz ein Hubschrauberlandeplatz in Blockbauweise gezimmert. Der Goiserer Allroundspezialist Christian Laimer hat dabei wahrlich ganze Arbeit geleistet. Die von den Hubschrauberpiloten anf\u00e4nglich mit Skepsis beurteilte Landestelle errang sp\u00e4ter ihre helle Begeisterung. Zur damaligen Zeit glaubte keiner, da\u00df dieses Bauwerk einmal in den Ausbildungspl\u00e4nen der Feuerwehr und des Bundesheeres ihren Niederschlag finden wird.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Adlerhorst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"495\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Adlerhorst.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-191\" title=\"Adlerhorst\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Dieser Adlerhorst erm\u00f6glichte den weiteren L\u00f6scheinsatz, da man den Wassertransport mit Kanistern halbwegs solid bew\u00e4ltigen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das L\u00f6schwasser, in Falttanks gesammelt, wurde dann bergabw\u00e4rts zu den einzelnen Brandnestern bef\u00f6rdert. Die Feuerwehrm\u00e4nner, von der Bergrettung angeseilt in den Felsw\u00e4nden h\u00e4ngend, leisteten wieder alles bis zur Grenze der Belastbarkeit. Eine besondere Gefahr bedeuteten nicht nur Steinschlag und herabfallende gl\u00fchende Holzteile, sondern auch die sich enorm aufbauenden Dr\u00fccke am Strahlrohr, infolge des bis 200 m abfallenden H\u00f6henunterschiedes. Der Einbau von Verteilern zur Druckreduzierung war unerl\u00e4\u00dflich. Der zur Assistenzleistung herangezogene private Hubschrauber aus Innsbruck brachte bei der Brandbek\u00e4mpfung nicht die gesetzten Erwartungen. Jedoch der Wassertransport mit den Flugcontainern war nahezu optimal. Vier Tage lang standen M\u00e4nner der Feuerwehren Obertraun, Hallstatt, Goisern, Lasern und St. Agatha im pausenlosen Einsatz. Die Einsatzleitung oblag Bezirkskommandant Hummer und dem teilweise anwesenden Landesfeuerwehrkommandanten. Entsprechend gew\u00fcrdigt wurde der Einsatz auch in der regionalen Presse.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrung dieser Waldbrandeins\u00e4tze stellte die Taktik der Waldbrandbek\u00e4mpfung im alpinen Gel\u00e4nde auf v\u00f6llig neue Grundlagen. Entsprechend neue Vorschriften und Ausbildungsrichtlinien wurden bei diversen Seminaren erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommandant Winterauer erhielt f\u00fcr seine Leistung bei den Waldbrandeins\u00e4tzen das O\u00d6. Landesfeuerwehrverdienstkreuz 3. Stufe. Die Kameraden J. Fischer, R. Schenner, E. Greunz, H. Greunz, A. Grill und Sepp Gamsj\u00e4ger die Bezirksmedaille 3. Stufe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Feuerwehr St. Agatha wurde auf Grund eines Beschlu\u00dfes der Landesfeuerwehrleitung zum Waldbrandbek\u00e4mpfungsst\u00fctzpunkt f\u00fcr die Bezirke Gmunden und V\u00f6cklabruck erkl\u00e4rt, und ein vom Amt f\u00fcr Zivilluftfahrt genehmigter Hubschrauberlandeplatz (Madlfeld) bestimmt sowie einschl\u00e4gige Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde wie Flugtransportcontainer verlagert.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Waldbr\u00e4nden gab es 1976 auch noch einen Gro\u00dfbrand. Am 25. August, kurz nach Mitternacht, heulten die Sirenen. Ein riesiger Feuerball, Richtung Ro\u00dfmoos, war zu sehen. Das Bergrestaurant am Predigstuhlsessellift brannte lichterloh. Das erst viel zu sp\u00e4te Bemerken des Brandes lie\u00df den Feuerwehren wenig Chance. Nur mehr die Bergstation der Sesselbahn konnte gerettet werden, obwohl das Feuer die Brandmauer bereits \u00fcbersprungen hatte. Der gesamte Berggasthof wurde v\u00f6llig einge\u00e4schert. Ursache des Brandes, bei dem die Feuerwehren Goisern, St. Agatha, Lasern und Ramsau eingesetzt waren, war ein gl\u00fchender Zigarettenstummel im Abfalleimer.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging das Jahr 1976 als das brandeinsatzreichste Jahr in die Chronik der Feuerwehr St. Agatha ein. \u00dcberhaupt war in den letzten Jahren eine durchschnittlich ansteigende Tendenz. der Brandf\u00e4lle zu verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den zahlreichen L\u00f6schaktionen in diesem Jahr wurde noch eifrig an der Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges gearbeitet. Mehrere Besichtigungen und Erkundigungen f\u00fchrten letztlich zu dem Entschlu\u00df, das vom O\u00d6. Landesfeuerwehrkommando forcierte Tankl\u00f6schfahrzeug TLF 2000 Trupp anzuschaffen. Der fehlende Allradantrieb und die schwache Gel\u00e4ndeg\u00e4ngigkeit wurden einerseits durch die Differentialsperre, andererseits durch die Tatsache, da\u00df die Feuerwehr Goisern ein speziell gel\u00e4ndeg\u00e4ngiges Tankl\u00f6schfahrzeug ankaufte, kompensiert. Das Tankfahrzeug (Anschaffungs Preis: S 880.000,-) wurde am 22. Dezember 1976 von der Firma Rosenbauer in Empfang genommen und im Mai entsprechend feierlich geweiht. Der Wagen, ausger\u00fcstet mit einer zus\u00e4tzlichen Wasserkanone, entspricht v\u00f6llig den gestellten Anforderungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/TLF-Trupp_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"282\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/TLF-Trupp_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-192\" title=\"TLF-2000 Trupp\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Die Feuertaufe bestand unser Tankwagen bei einem Kellerbrand im J\u00e4nner 1977. Der im Gasthaus Haas in Untersee ausgebrochene Brand war rasch mit Mittelschaum gel\u00f6scht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich zweimal mu\u00dfte 1977 zu Bahndammbr\u00e4nden nach Obersee ausger\u00fcckt werden, welche jeweils im Entstehungsstadium gel\u00f6scht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch 1977 gab es nochmals Waldbr\u00e4nde. Am 2. Mai brannte oberhalb der Schie\u00dfst\u00e4tte in Steeg der Legf\u00f6hrenbestand im Ramsaugebirge. Der durch Kinderbrandstiftung entstandene, sich rasch ausbreitende Waldbrand konnte nur mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche und zum Teil gefahrvollen Anstrengungen unter Kontrolle gebracht werden. Hubschraubereinsatz war infolge der D\u00e4mmerung nicht mehr m\u00f6glich, so mu\u00dfte die Schlauchleitung &#8211; vom Hallst\u00e4tter See beginnend &#8211; in die Felsw\u00e4nde manuell verlegt werden. Wieder leisteten die Kameraden der Feuerwehren Ramsau, Lasern, Goisern, Wei\u00dfenbach und St. Agatha ganze Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch Blitzschlag wurde am Nachmittag des 13. Juli ein Waldbrand oberhalb der Schildwand entfacht. Der zu Fu\u00df nur nach stundenlanger Anmarschzeit erreichbare Brandplatz erforderte eine sofortige Alarmierung der Hubschrauberstaffel. Die im Vorjahr gesammelte Erfahrung erm\u00f6glichte einen reibungslosen optimalen Einsatz. Der Waldbrand konnte mit Unterst\u00fctzung der Hubschrauberstaffel binnen k\u00fcrzester Zeit von Kameraden der Feuerwehren Goisern und St. Agatha gel\u00f6scht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den erw\u00e4hnten Waldbr\u00e4nden war unsere Wehr 1977 auch noch zwei Tage lang im Hochwassereinsatz. Am 31. Juli und am 1. August \u00fcberflutete der Winkelbach gro\u00dfe Teile der Stambachsiedlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tragkraftspritze wurde infolge hoher Reparaturkosten ausgetauscht. Im Mai 1977 erhielten wir von der Firma Rosenbauer eine neue Leichttragkraftspritze RK 40. Diese Type hat sich bei den vergangenen Waldbr\u00e4nden bestens bew\u00e4hrt. Sie wiegt nur 70 kg und hat eine ansprechende F\u00f6rderleistung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Mai 1977 bestand unser Zugskommandant R. Schenner die Pr\u00fcfung um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Instandhaltungsprobleme mit dem inzwischen 15 Jahre alt gewordenen Land-Rover h\u00e4uften sich zusehends. Au\u00dferdem entsprach er hinsichtlich Platzangebot nicht mehr den gestellten Anforderungen. Besonders die Mannschaftsunterbringung (nur sechs Mann) im Einsatzfalle war problematisch, zumal mit dem TLF Trupp auch nur 3 Mann bef\u00f6rdert werden konnten. \u00dcbereinstimmend war man der Meinung, da\u00df nur ein Allradfahrzeug in Frage k\u00e4me, weil auch die Einsatzf\u00e4higkeit der L\u00f6schgruppe Berg, infolge abwanderungsbedingten dezimierten Mannschaftsstandes, erheblich geschw\u00e4cht war.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem bereits erw\u00e4hnten Grund entschlo\u00df man sich am 23. November 1977 bei einer gemeinsamen Besprechung mit den Bewohnern von Herndl, Kogl, Rehkogl und Pichlern, den L\u00f6schzug Berg aufzulassen. Als Ersatz daf\u00fcr wurde eine Funkalarmierungsstelle in Herndl und Pichlern zugesichert und bereits 1978 teilweise in Betrieb gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der am 12. Februar 1978 durchgef\u00fchrten Kommandowahl l\u00f6ste Johann Pomberger, Stambach 46, den ausscheidenden Josef Gamsj\u00e4ger als Zeugwart ab. Der in der Zwischenzeit verzogene und nun wieder zur\u00fcckgekehrte Lotsenkommandant Anton Kain wurde wieder in dieser Funktion eingesetzt, alle \u00fcbrigen Kameraden best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Das wiedergew\u00e4hlte Kommando vom Jahre 1978<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Kdo78_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"282\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Kdo78_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193\" title=\"Kommando 1978\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Von links nach rechts sitzend: Zugskommandant BI Rudolf Schenner, Kommandant-Stellvertreter OBI Johann Fischer, Ehrenkommandant Bgm. Hermann Engleitner, Kommandant HBI Reinhard Winterauer, Kapellmeister Walter Pramesberger<br>stehend: Schriftf\u00fchrer AW Erwin Greunz, Kassier AW Hans Stimitzer, Zeugwart AW Johann Pomberger, Lotsenkommandant BI Anton Kain<\/p>\n\n\n\n<p>Neben einigen kleineren Brandeins\u00e4tzen sowie einem kleineren Waldbrandeinsatz in Riedln gab es im Jahr 1978 zwei Gro\u00dfeins\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p>Den ersten Alarm gab es am 16. Juli bei Herrn Josef Urst\u00f6ger, Wildpfad 4. Durch Brandstiftung entflammten zwei Wirtschaftsgeb\u00e4ude. Das Inferno verlangte gr\u00f6\u00dfte Schnelligkeit und Konzentration, um das nahestehende Wohnhaus noch retten zu k\u00f6nnen. Unser Tankl\u00f6schfahrzeug mit dem Wasserwerfer war dabei eine wertvolle Hilfe. Die beiden Wirtschaftsgeb\u00e4ude brannten v\u00f6llig aus. Das Vieh wurde gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend des 7. Dezember 1978 gab es erneut Gro\u00dfalarm. Der S\u00e4gesp\u00e4nesilo in der Tischlerei Stieger brannte. Durch einen gezielten Einsatz der drei zur Verf\u00fcgung stehenden Tankl\u00f6schfahrzeuge (2 Goisern + 1 Agatha) konnte der gef\u00e4hrliche Brand rasch lokalisiert werden. Mit Mittelchaum wurde dann der Silo geflutet und so der Brand erstickt. Die klirrende K\u00e4lte (- 12\u00b0 C) machte einen konventionellen Einsatz mit Tragkraftspritzen unm\u00f6glich. Dem guten Ausr\u00fcstungsstand und dem vorbildlichen Einsatz der Goiserer Feuerwehren ist es zu danken, da\u00df die gesamte Maschinenhalle gerettet werden konnte. Parallel zu der im Bereich Berg installierten Funkalarmierung begann man 1978 mit dem Aufbau der Mannschaftsalarmierung. Spezifische Kameraden erhielten ihre ersten Meldeempf\u00e4nger (Pipser).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Piepser_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"227\" height=\"330\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Piepser_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194\" title=\"Piepser\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Der hohe Anschaffungspreis (S 10.500,- pro St\u00fcck) erlaubt nur einen schrittweisen Ausbau. Zielvorstellung w\u00e4re, die ganze Mannschaft mit Pipsern auszur\u00fcsten, um den guten Standart der w\u00f6chentlichen \u00dcbungen auch bei den Eins\u00e4tzen bringen zu k\u00f6nnen. Bisher konnte man eine gute Erfahrung registrieren, zumal man von der Zentrale in Agatha auch die Goiserer Mannschaft, und umgekehrt, alarmieren kann. Das System ist auch auf die anderen Goiserer Feuerwehren ausbauf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Da man f\u00fcr den Land-Rover nun einen K\u00e4ufer finden konnte und die Firma Rosenbauer einen relativen Gelegenheitskauf (Vorf\u00fchrwagen) anbot, entschlo\u00df man sich prompt zu einem Fahrzeugwechsel. Das neue L\u00f6schfahrzeug wurde noch zus\u00e4tzlich mit einer leistungsstarken Vorbaupumpe (1.200 l\/min) best\u00fcckt. Durch zus\u00e4tzliche Adaptierung nach eigenen Vorstellungen konnte neben der Tragkraftspritze und den notwendigen wasserf\u00fchrenden Armaturen ein Notstromaggregat 5 kVA, eine neu angeschaffte Tauchpumpe (1200 l\/min), Berge- und Schanzwerkzeug sowie diverse Beleuchtungseinrichtungen untergebracht werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Ford_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"287\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Ford_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-195\" title=\"Ford Transit\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Das Fahrzeug selbst ist mit Allrad- und Zwischengetriebe ausgestattet und bietet 9 Mann ausreichenden Platz. Mit diesem universellem Allzweckfahrzeug ist nun eine gro\u00dfe L\u00fccke in Katastrophenf\u00e4llen geschlossen. Die hohen Anschaffungskosten von S 440.000,- konnten aus Bausteinaktionen, Veranstaltungserl\u00f6sen, Spenden diverser Firmen und Institute (Volksbank) sowie durch Subventionen finanziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um im Jubil\u00e4umsjahr 1979 den Fahrzeugstand komplettieren zu k\u00f6nnen, wurde auch das seinerzeit gebraucht angeschaffte Vorausfahrzeug erneuert. Ein allradgetriebener, mit Zwischengetriebe und Differentialsperre ausger\u00fcsteter PKW Typ Lada-Taiga schien am geeignetsten. Der relativ g\u00fcnstige Preis von S 128.000,- war schlie\u00dflich ausschlaggebend f\u00fcr den Ankauf von der Firma Limberger\/Bad Goisern. Damit war nun der Ausr\u00fcstungsstand bei den Fahrzeugen komplett und den derzeitigen Anforderungen und Platzverh\u00e4ltnissen entsprechend gut.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Taiga_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"291\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Taiga_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196\" title=\"Lada Taiga\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Nur unsere Heimst\u00e4tte, das Feuerwehrhaus, bereitet uns noch Sorgen. Es ist zwar relativ neu, infolge der nachgezogenen Entwicklung jedoch viel zu klein und platzt sozusagen aus allen N\u00e4hten. Es soll immerhin Ger\u00e4te aus den 8 aufgelassenen Zeugst\u00e4tten Stambach, Au, St. Agatha, Obersee, Untersee, Herndl, Kogl und Pichlern aufnehmen. Unser Ersuchen im Jubil\u00e4umsjahr richtet sich daher an die l\u00f6bliche Marktgemeinde Bad Goisern, entsprechenden Platz nach M\u00f6glichkeit bereitzustellen. Die Mannschaft freut sich schon darauf und wird sich entsprechend mit viel Einsatzfreudigkeit und Idealismus daf\u00fcr geb\u00fchrend bedanken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Die Mitglieder der FF St. Agatha im Jahr 1979<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mitgl79_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"205\" src=\"https:\/\/www.freiwilligefeuerwehr.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mitgl79_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-197\" title=\"Mitglieder 1979\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein besonders ehrw\u00fcrdiges Merkmal des Menschen ist es, sich gegenseitig zu helfen. Diese stolze Erfahrung greift zur\u00fcck bis in die graue Vorzeit. 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