Nach einer PKW-Bergung in den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr St. Agatha dann am Vormittag erneut zu einem Einsatz gerufen. Ein Tankwagen, der erhitztes Pech für einen Industriebetrieb in Steeg zustellen sollte geriet auf der Gemeindestraße in Steeg rechts neben die Fahrbahn. Aufgrund des hohen Gewichts blieb der LKW im aufgeweichten Boden hängen und konnte sich in weiterer Folge nicht aus eigener Kraft aus dieser Lage befreien.
Über die Landeswarnzentrale wurde die FF St. Agatha zur Bergung alarmiert. Die ungewönliche Situation stellte auch die erfahrenen Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung. Da sich das Fahrzeug unmittelbar neben der Böschung zur Traun befand, musste vorab eine Sicherung des LKW mit der Seilwinde des TLF eingerichtet werden.
Eine direkte Bergung mittels Winde vom schweren Rüstfahrzeug konnte nicht durchgeführt werden da sich das Fahrzeug im unbefestigten Gelände eingegraben hatte. Die im Schlamm versunkenen Räder des Tankwagens mussten im Vorfeld ausgegraben werden, mit Holzmaterial wurde anschließend untergebaut und so eine Rampe geschaffen. Um das Gewicht des beladenen Tankwagens ziehen zu können wurde eine Umlenkrolle gesetzt. Zusätzlich wurde als „Gegengewicht“ der LAST der Feuerwehr Bad Goisern als Unterstützung angefordert. Mit dieser Vorgehensweise gelang es den Einsatzkräften den LKW aus dem Schlamm zu befreien und auf die befestigte Straße zurückzuziehen.
Nach knapp 5 Stunden konnten der Einsatz schließlich beendet werden und die Einsatzkräfte wieder in die Zeugstätte einrücken. Die FF St. Agatha stand mit SRF, TLF und LAST sowie 12 Mann, die FF Bad Goisern mit LAST und 3 Mann im Einsatz. Aufgrund der aufwendigen Bergung war die Gemeindestraße während dieser Zeit nicht passierbar.